Nacht- und Schichtarbeit (§ 6 ArbZG)

Nachtarbeitnehmer (§ 2 Abs. 5 ArbZG) können sich arbeitsmedizinisch untersuchen lassen: einmal vor Beginn der nächtlichen Beschäftigung und danach regelmäßig wiederkehrend alle drei Jahre bzw. jedes Jahr bei über 50 Jährigen. Wer in Nachtarbeit beschäftigt wird, hat unter bestimmten Voraussetzungen, einen Umsetzungsanspruch auf einen Tagarbeitsplatz. Im Übrigen gilt auch hier bezüglich der täglichen Arbeitszeit der Grundsatz "im Durchschnitt acht Stunden - aber nicht mehr als zehn", nur dass der Ausgleichszeitraum bei Nachtarbeit wesentlich kürzer ist (s.o.).

Die Sonn- und Feiertagsruhe kann bei Schichtarbeit unter bestimmten Voraussetzungen bezüglich Beginn und Ende um bis zu sechs Stunden verschoben werden (§ 9 Abs. 2 ArbZG).

In außergewöhnlichen und anderen Fällen nach § 14 ArbZG, in den in § 15 Abs. 1 ArbZG genannten bestimmten Bereichen, im öffentlichen Interesse (§ 15 Abs.2 ArbZG) und durch Tarifvertrag (§ 7 ArbZG) darf von diesen Arbeitszeitgrundnormen abgewichen werden - in den Fällen des § 14 ArbZG ohne Genehmigung im Einzelfall.

 
 

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