Pausenzeiten (§ 4 ArbZG) und Ruhezeiten (§ 5 ArbZG)

Lage und Dauer der Ruhepausen richten sich nach der Dauer der Arbeitszeit. Dauert die Arbeitszeit weniger als sechs Stunden, braucht eine Ruhepause nicht eingelegt werden. Bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs und bis zu neun Stunden sind mindestens 30 Minuten Pause einzulegen und bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden mindestens 45 Minuten. Abweichende Regelungen davon sind durch Tarifvertrag möglich (§ 7 ArbZG) bzw. in außergewöhnlichen Fällen nach § 14 Abs. 1 ArbZG zulässig. Länger als sechs Stunden dürfen Arbeitnehmer nicht ohne Ruhepause beschäftigt werden.

Zwischen Beendigung der täglichen Arbeitszeit und dem nächsten Arbeitsbeginn müssen mindestens elf Stunden ohne Unterbrechung Ruhepause liegen (§ 5 Abs. 1 ArbZG). Hiervon kann in einigen Bereichen abgewichen werden (§ 5 Abs. 2-4 ArbZG). Abweichungen sind auch durch Tarifvertrag (§ 7 ArbZG), in außergewöhnlichen Fällen nach § 14 ArbZG und bei bestimmten Voraussetzungen auf Antrag (§ 15 Abs. 3 und 4 ArbZG) möglich.

Bei einer zulässigen Sonntagsarbeit ist den Arbeitnehmern ein Ersatzruhetag innerhalb von zwei Wochen, bei einer Beschäftigung an einem auf einen Wochentag fallenden Feiertag innerhalb von acht Wochen zu gewähren (§ 11 Abs. 3 ArbZG). Diese 24-stündige Ruhezeit ist in der Regel zusammen mit der ununterbrochenen Ruhezeit nach § 5 ArbZG zu gewähren (§ 11 Abs. 4 ArbZG).

 
 

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