Mineral- und Heilquellen

Kaum eine andere Großstadt ist von der Natur so reich mit Mineralwasser beschenkt worden wie Stuttgart. Bis zu 44 Millionen Liter des kostbaren Wassers entspringen täglich aus dem Bad Cannstatter und Berger Untergrund. Damit hat Stuttgart nach Budapest das zweitgrößte Mineralwasservorkommen Europas.

Während das Mineralwasser früher in natürlichen Quelltöpfen - den sogenannten Sulzen - ausfloss, wird es heute mit 19 Brunnen in verschiedenen geologischen Schichten gefasst. Mineralwasser, Säuerlinge und sogar Thermalwasser werden damit erschlossen - mit einer Schüttung von täglich 22 Millionen Litern. Zwölf der Muschelkalk-Brunnen und eine thermale Sole aus Buntsandstein und Kristallin sind als Heilquellen staatlich anerkannt. Außerdem tritt etwa die Hälfte des gesamten Mineralwasserschatzes unerkannt und ungenutzt in den Neckar oder in die Kieskörper der Neckartalaue über.

Traditionsgemäß sind die Bad Cannstatter und Berger Quellen heute nicht nur ein wasserwirtschaftliches Schutzgut, sondern auch ein herausragendes städtisches Kulturerbe. Daher sollte sorgsam und nachhaltig mit dieser Ressource umgegangen werden. 2002 wurde vom Regierungspräsidium Stuttgart ein Heilquellenschutzgebiet ausgewiesen.


Das Aufstiegsgebiet der Mineralwässer in Bad CannstattVergrößern
Luftaufnahme auf die Bad Cannstatter und Berger Mineral- und Heilquellen (Ansicht aus Südwesten), die mitten in der Stadt entspringen. Foto: Umweltwirtschaft GmbH

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