Hydrochemischer Charakter der Mineral- und Heilquellen

In den Bad Cannstatter und Berger Mineralwässern sind unterschiedliche Anteile an Feststoffen und Kohlensäure enthalten. Man spricht daher von den nieder- bzw. hochkonzentrierten Mineralquellen. Zu letzteren zählen die Quellen im Mineralbad Berg, die Leuze- und Inselquelle im Mineralbad Leuze, die Veielquelle und die Wilhelmsbrunnen 1 und 2 im MineralBad Cannstatt. Sie sind alle als Heilquellen staatlich anerkannt. Ihr Gehalt an gelösten Feststoffen liegt zwischen vier und sechs Gramm pro Liter, der Kohlensäuregehalt erreicht bis zwei Gramm pro Liter.


Ab dem zentralen Stuttgarter Stadtgebiet wird der Karstgrundwasserzustrom aus dem Gäu mineralisiert: zunächst durch infiltrierende Wässer aus dem überlagernden Gipskeuper. Erst in der Neckartalaue selbst und in ihrem engeren Umfeld kommt der Anteil des Natriumchlorids und weiteren Calciumsulfats aus tieferen Stockwerken hinzu.


Zur graphischen Darstellung der hydrochemischen Charakteristik der Stuttgarter Mineralquellen werden UDLUFT-Diagramme verwendet. Dabei verhält sich die Kreisfläche proportional zur Konzentration - das heißt, je größer der Kreis, desto höher die Konzentration. Den Durchmesser des Außenkreises bestimmt die Ionenkonzentration (Feststoffinhalt), den des Innenkreises die undissoziierten Lösungsinhalte (hier insbesondere die gelöste freie Kohlensäure). Im Außenkreis verteilen sich in der oberen Kreishälfte anteilmäßig die Kationen, in der unteren Hälfte die Anionen.

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Mineral- und Heilquellen - hydrochemische Differenzierung
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