Geologie des Quellgebiets

Geologie des Quellaufstiegsgebiets


Der Neckar hat sich am Ostrand des Fildergrabens im Laufe des Pleistozäns tief in die Festgesteine des Keupers eingeschnitten. Im Gipskeuper wurde in Höhe von Bad Cannstatt eine bis 1,5 km breite Talniederung erodiert, die als Cannstatter Becken bezeichnet wird und das Aufstiegsgebiet der Bad Cannstatter und Berger Mineralquellen darstellt.

Zahlreiche Störungen, die das Cannstatter Becken in West-Ost-Richtung durchziehen und spitzwinkelig auf die Fildergrabenrandverwerfung (Cannstatter Brüche) zulaufen, versetzen die Festgesteine unter der quartären Talfüllung. Im horstartigen Zentralbereich hat sich der Neckar bis auf den basalen Gipskeuper und auf den Unterkeuper eingetieft. Nach Norden und Süden stehen die Schichten des Gipskeupers an. Somit schwankt die Überdeckung des Oberen Muschelkalks als eigentlichem Mineralwasserträger auf engem Raum zwischen 20 und mehr als 70 Meter. Mit zunehmender Mächtigkeit ist der Gipskeuper noch gipsführend und bildet ein dichtes, das Mineralwasserstockwerk abschirmendes Gebirge. Dagegen konzentrieren sich die natürlichen Mineralwasseraufbrüche im Neckarkies und Neckar auf die Horststruktur, die nicht oder nur noch geringfügig von Gipskeuper bedeckt wird und damit für das aufsteigende Wasser keinen "Widerstand" darstellt.

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Geologie des Quellgebiets. Grafik: Stadt Stuttgart