Bodenbewertung

Zu Planungszwecken reicht normalerweise eine einfache Bewertung der einzelnen Bodenfunktionen bzw. der Bodenqualität aus. Im Allgemeinen liefern

  • entsprechende Leitparameter bzw.
  • vorhandene Unterlagen (z.B. Bodenschätzung, forstliche Standortkarte, Bodenkarte)

hinreichend genaue Anhaltspunkte. Sofern wissenschaftliche Ergebnisse vorliegen, ist oft eine Anpassung an die eigentlichen Planungsbedürfnisse empfehlenswert.

Insofern wurde die Bewertung der Stuttgarter Stadtbodenkartierung vereinfacht und zusammengefasst. Kennzeichnend für einzelne natürliche Bodenfunktionen waren dabei folgende Leitparameter:

  • Lebensraum: Gründigkeit, nutzbare Feldkapazität, Luftkapazität, Nährstoffversorgung
  • Naturhaushalt: Nutzbare Feldkapazität
  • Filter und Puffer: Humus-, Tonmenge, pH-Wert

Weil die Praxis vergleichsweise geringe Anforderungen an den Detaillierungsgrad stellt, sieht das BOKS eine 6-stufige Skalierung der "Bodenqualität" vor. Die Wertstufen 1 bis 5 findet man im Bereich von Böden, die sich (noch) im Naturkreislauf befinden. Die Wertstufe 0 kennzeichnet solche Böden, die aufgrund extremer Schadstoffgehalte bzw. hoher Versiegelung keine natürlichen Funktionen mehr ausüben.

Auch anderswo können die Böden in den Außenbereichen mit vergleichsweise geringem Aufwand nach ähnlichem, leicht nachvollziehbarem Muster bewertet werden.

Einzelheiten zur Bewertung der Bodenfunktionen sind in der Broschüre "Bodenschutzkonzept Stuttgart" beschrieben

Parabraunerde ProfilVergrößern
Foto: Amt für Umweltschutz
 
 

Mehr zum Thema