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Sorge um die Projektpartner in der Partnerstadt Kairo

Nach der tunesischen Partnerstadt Menzel Bouguiba ist nun auch Stuttgarts ägyptische Partnerstadt Kairo von Unruhen erfasst worden. Weil die Informationskanäle gestört sind, lassen sich zurzeit noch keine zuverlässigen Aussagen über die Zustände vor Ort machen. Sorgen macht man sich im Rathaus um die Projektpartner in Kairo, zu denen kein Kontakt zu bekommen ist. Ende Februar will die Abteilung Außenbeziehungen der Landeshauptstadt die Projektpartner aus Tunesien und Ägypten zu Runden Tischen einladen.
Im April 2009 war eine Delegation des Gemeinderats in Kairo, um das 30-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zu feiern und die Bedeutung dieser Partnerschaft mit einer der großen und bedeutenden Metropolen der Welt zu dokumentieren.

Kairos Vizegouverneur Mokhtar El Hamalawy kam drei Monate später zum Gegenbesuch. Unter anderem fand im Rathaus ein Kolloquium zum Thema "Strategische Planung und nachhaltige Stadtentwicklung Kairo" statt. Zahlreiche Menschen und Institutionen beider Städte tragen dazu bei, die Partnerschaft immer wieder mit Leben zu füllen und auf wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Ebene weiterzuentwickeln.

Unter anderem unterhält das Hegel-Gymnasium seit 1996 einen jährlichen Austausch mit der Deutschen Evangelischen Oberschule in Kairo, und die Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft organisiert regelmäßige Begegnungen. Seit 2003 lehren Dozenten aus Baden-Württemberg an der German University in Cairo. Ein weiteres Element ist die Restaurierung der islamischen Altstadt in Kairo. Der frühere Chefarzt im Olgahospital, Professor Jörn Treuner, berät eine spendenfinanzierte Klinik, in der Kinder aus ganz Ägypten unentgeltlich behandelt werden können. Unterstützt wird sie von der Ehefrau von Präsident Mubarak. (sem)

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