Die größten Stuttgarter Gewässer: Max-Eyth-See, Neckar, Parkseen

Der Max Eyth See

Der Max-Eyth-See wurde 1935 als Stausee angelegt und umfasst eine Fläche von etwa 17 ha. Sein Name geht auf den "dichtenden Ingenieur" Max Eyth (1836-1906) zurück. Das Gelände um den See ist bei Spaziergängern und Radfahrern ganzjährig als Naherholungsgebiet beliebt. Die nahegelegenen Spiel- und Liegewiesen sind vor allem im Sommer gut besucht. Ein Teil des Sees wird gern von Anglern und Seglern genutzt. Auf das Baden muss leider seit 1978 aus Sicherheitsgründen und wegen der Wasserqualität verzichtet werden.


Seit 1961 wurde der See und der angrenzende Grünbereich als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Auf der Vogelschutzinsel nisten mittlerweile Graugänse, Haubentaucher, Graureiher und auch Kormorane.

1/5 - Rechtsverordnung des Bürgermeisteramts der Landeshauptstadt Stuttgart über das Fahrverbot für Wasserfahrzeuge auf dem Max-Eyth-See (PDF - 12 KB)

Enten füttern am Max-Eyth-SeeVergrößern
Foto: Stadt Stuttgart

Der Neckar

Der Neckar hat eine Länge von 367 km. Er entspringt im Schwarzwald (bei Villingen-Schwenningen),führt an Stuttgart und Heidelberg vorbei und mündet bei Mannheim in den Rhein.

Ab 1922 wurde der Neckar zur Bundeswasserstraße ausgebaut. Der erste Abschnitt zwischen Mannheim und Heilbronn war 1935 fertig gestellt. Ab 1948 erfolgte der Bau der Staustufen zwischen Heilbronn und Stuttgart. Um den Höhenunterschied auszugleichen gibt es insgesamt 27 Staustufen. Der Betrieb der Schleusen und Wehre obliegt den Wasser- und Schifffahrtsämtern. Im Jahre 1958 wurde der Hafen Stuttgart fertig gestellt.

Seit 1968 ist der Neckar ab Plochingen auf einer Länge von ca. 200 km schiffbar und wird für den Transport von Waren und Gütern sowie für Ausflugsfahrten genutzt. Die Wasserkraft wird für die Stromerzeugung und als Kühlwasser für Kraftwerke eingesetzt. Der Neckar wird darüber hinaus auch für den Wassersport (zum Beispiel Rudern) genutzt. Auf das Baden muss leider, wie beim Max-Eyth-See, verzichtet werden.

1/4 - Rechtsverordnung der Landeshauptstadt Stuttgart über das Verbot des Badens im Neckar und im Max-Eyth-See in Stuttgart (PDF - 13 KB)

Blick auf den NeckarVergrößern
Foto: KulturRegion Stuttgart
Karte NeckarverlaufVergrößern

Die Parkseen

Zu den Parkseen gehören Bärensee, Katzenbachsee, Neuer See, Pfaffensee und der Steinbachsee. Sie werden aus dem Katzenbach, Steinbach, Bernbach und der Glems mit jährlich rund 1.000.000 qm Wasser gespeist und dienten in den letzten Jahrhunderten der Trinkwasserversorgung Stuttgarts. Im April 1998 wurde die Wasseraufbereitung aus den Seen eingestellt. Seitdem sind die Parkseen der Notwasserversorgung vorbehalten.

Alle Seen liegen im Naturschutzgebiet Rot- und Schwarzwildpark und werden von Spaziergängern und Joggern gerne besucht. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt. Am Bärenschlößle sowie im Katzenbacher Hof besteht die Möglichkeit einzukehren.

ParkseeVergrößern
Foto: Stadt Stuttgart

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