Hochwasserschutz

Hochwasser ist ein Naturereignis, das trotz aller mathematisch-statistischer Risikobewertungen nicht in planbaren Abständen und Höhen auftritt. Die leidvollen Erfahrungen mit den Hochwässern in jüngerer Zeit (zum Beispiel dem Elbehochwasser 2002) machen deutlich: Je mehr an Flüssen und Bächen gebaut wird, desto höher ist die Gefahr, dass Bauwerke und Infrastruktur beschädigt werden und wirtschaftlicher Schaden entsteht. Deshalb sollte auf keinen Fall in hochwassergefährdeten Gebieten gebaut und in den natürlichen Wasserhaushalt eingegriffen werden. Auch die sich weltweit abzeichnende Klimaerwärmung scheint den Wasserkreislauf zu verändern und trägt möglicherweise zur Verschärfung von Hochwassergefahren bei. Die Fehler der Vergangenheit lassen sich in vielen Fällen nicht mehr oder nur sehr aufwändig und langfristig korrigieren. Es wäre jedoch fatal, sie fortzusetzen.

Nicht nur der Neckar, sondern auch die Bäche in der Landeshauptstadt bringen Überschwemmungsgefahren mit sich. Die geringe Wasserführung in den niederschlagsarmen Zeiten täuscht darüber hinweg, dass ein starkes Gewitter oder ein Platzregen aus einem vermeintlichen Rinnsal in einen reißenden Wildbach verwandelt. Wie zum Beispiel die Oos am 29. Oktober 1998 in Baden-Baden, die durch Starkregenfälle verheerende Hochwasserschäden in der Kurstadt anrichtete. Bis dahin war die Oos nicht durch extreme Hochwasser in Erscheinung getreten.

Historisches Foto: Hochwasser in StuttgartVergrößern
Foto: Stadt Stuttgart

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