Überschwemmungsgebiete

Technische Hochwasserschutzmaßnahmen wie zum Beispiel Dämme, Deiche und Rückhaltebecken können nur einen begrenzten Schutz und Sicherheit bieten. Wenn sie versagen wird oft verkannt, dass nicht technische Mängel und menschliche Planungsfehler zur Katastrophe geführt haben, sondern die Natur sich nicht vollständig beherrschen lässt.

Neben technischen Hochwasserschutzmaßnahmen und der Hochwasservorsorge ist es wichtig, dass Flüsse und Bäche im Hochwasserfall ausreichend Raum haben sich auszubreiten. So sollten Städte und Gemeinden ausreichend große Überschwemmungsgebiete ausweisen und auf überschwemmungsgefährdete Flächen hinweisen, die möglichst nicht bebaut werden. Bei schon vorhandener Bebauung ist es wichtig, die Bewohner über die Gefahren einer Überschwemmung aufzuklären, damit sie sich selbst vor Hochwasser schützen. Außerdem ist es ratsam, auf die Vorgaben der Wasserbehörden zu achten.


1982 erklärte die Stadt Stuttgart 13 Gebiete als Überschwemmungsgebiete. Diese erstrecken sich entlang der Stuttgarter Bachläufe über eine Länge von ca. 41 Kilometer, umfassen 293 Hektar Fläche und weisen ein Rückhaltevolumen von über 1 Million Kubikmeter Wasser auf. Dadurch konnte verhindert werden, dass ufernahe Bereiche überbaut und abgeschwemmte Stoffe (Mutterboden, Gartenabfälle, Unrat vom Uferbereich) gefährlich wurden. Die Gewässer konnten sich natürlich ihren Weg bahnen, Schäden durch Erosion im Uferbereich wurden verringert.

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Überschwemmungsgebiete (1)
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Überschwemmungsgebiete (2), Grafiken: Stadt Stuttgart

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