Schlosspark Mühlhausen (Palmsches Schloss)

Der Schlosspark erstreckt sich von Mühlhausen über einen Hang hinauf nach Mönchfeld.

Der Schlosspark Mühlhausen schmiegt sich um das Palmsche Schloss an den Nordhang des Feuerbachtales. Bei 34m Höhenunterschied bekommt das Spazieren eine sportliche Komponente. Besonders schön ist der Park im Frühjahr, wenn die zarten Schneeglöckchen und Scillas blühen. Aber auch sonst ist der Park mit dem Bezirksrathaus zu allen Jahreszeiten einen Besuch wert. Bemerkenswert sind die vielen Mauerreste, welche Hinweise auf die Vergangenheit des Herrschaftlichen Gutshofes der Familie Palm geben.

Der Park wurde 1954 in der jetzigen Form angelegt und wird durch seine alten großen Bäume geprägt. Viele Bestandteile des alten Parks wie Torflügel, Löwenskulpturen und Wappensteine werden im Lapidarium der Stadt Stuttgart verwahrt.

Obwohl der Park nur 4,8 Hektar groß ist, enthält er 24 verschiedene Baumarten. Knapp ein Zehntel der Bäume ist älter als 150 Jahre. Ihr hohes Alters macht sie zum idealen Wohnort für Fledermäuse.

Kastenbau (Fruchtkasten)

Südlich des Schlosses steht die Ruine des Kastenbaus, welche 1732 durch die Familie Plam errichtet wurde. Hier wurden früher die Steuern in Naturalien eingetrieben und gelagert. Am 15. April 1943 fiel im 2. Weltkrieg der Kastenbau einem Angriff zum Opfer. Erhalten sind die Grundmauern des Kellergeschosses.

Engelburg

Im oberen Teil des Schlossparkes sind die Grundmauern der um 1312 zerstörten Engelburg zu sehen. Die Familie Palm nutzte die Flächen vor den sonnengewärmten Mauern zum Weinanbau. Von hier hat man auch schöne Blicke auf den Stadtbezirk, das Neckartal und die gegenüberliegende Hofener Burgruine.

Zäune und Mauern

Die unteren Teile der Umfassungsmauer lassen die Ausdehnung der Parkanlage erahnen. Früher war sie 2,50 m hoch und umgrenzte das Anwesen zum Schutz der angepflanzten Nutzpflanzen und Parkbestandteile. Es finden sich auch noch vereinzelt Zaunpfosten aus Metall im Gebüsch.

Brunnen

Der halbkreisförmige Brunnentrog mit seinem ebenfalls halbkreisförmigen Rückenschild mit Löwenkopfspeier stammt aus der Zeit um 1900. Östlich des Schlosses, auf der Straßenseite ist ein altes Brunnenhaus erhalten. Der ehemalige Ziehbrunnen darunter stammt aus dem Jahre 1735. Er ist aus Sandsteinquadern gemauert und von einem Kegeldach gekrönt. An Zwei der vier Rundbogenarkaden findet man das Palmsche Wappen als Abschlussstein.