Stuttgarter Ordnungspartnerschaft gegen häusliche Gewalt (STOP)

In Stuttgart gibt es seit 2001 die "Stuttgarter Ordnungspartnerschaft gegen häusliche Gewalt (STOP)", die von der Stabsstelle für individuelle Chancengleichheit koordiniert wird. Verschiedene Institutionen und Beratungsstellen aus dem polizeilich-juristischen und dem psychosozialen Bereich arbeiten gemeinsam an einer wirkungsvollen Gewaltprävention und -intervention. Ziel ist der Abbau bzw. die Verhinderung häuslicher Gewalt sowie die zeitnahe Beratung und Hilfestellung für Opfer und Täter/innen nach einem Platzverweis, bei dem der Täter oder (sehr viel seltener) die Täterin die gemeinsame Wohnung verlassen muss. Neben dem polizeilichen Einschreiten und der Beratung bilden eine konsequente Strafverfolgung sowie zivilrechtliche Schutzmaßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz die Basis für ein Vorgehen gegen häusliche Gewalt.

Ein besonderes Augenmerk hat STOP auf die Belange und Nöte der betroffenen Kinder. In Stuttgart sind bei Polizeieinsätzen gegen häusliche Gewalt in über 65 % der Fälle Kinder betroffen. Der Allgemeine Soziale Dienst des Jugendamtes (ASD) bzw. der Krisen- und Notfalldienst (KND) außerhalb der üblichen Dienstzeiten wird immer zugezogen, wenn Kinder als Opfer und Zeugen häuslicher Gewalt während eines Platzverweises anwesend sind. Seit 2004 ist auch das Kinderschutzzentrum ein fester Bestandteil des Interventionsverfahrens.

Kooperationspartner in der Stuttgarter Ordnungspartnerschaft gegen häusliche Gewalt sind:

Ziele
des Präventionsprogramms sind:
  • Häusliche Gewalt im Rahmen einer koordinierten Interventionsstruktur öffentlich zu machen und langfristig abzubauen, gegebenenfalls unter Einbindung neuer Interventionsbereiche
  • Opferschutz weiterentwickeln
  • Anzahl der Wiederholungstäter minimieren
  • Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit
  • Sensibilisierung des sozialen Nahraums der Opfer, insbesondere der betroffenen Kinder
  • Organisation von Fachtagungen

Weitere Informationen

Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Internetprojekt informiert Betroffene und professionelle Helferinnen und Helfer.

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