15 Jahre Städtepartnerschaft Stuttgart - Samara

Vor 15 Jahren sind das russische Samara und Stuttgart eine Städtepartnerschaft eingegangen. Im Jahr 1992 unterzeichneten die Oberbürgermeister der beiden Städte, Oleg N. Sysujew und Manfred Rommel, die Partnerschaftsurkunde.

Die Schwerpunkte der Beziehungen zwischen den Partnerstädten liegen in den Bereichen Gesundheitswesen, Bildung, Jugend, Kirche und Kultur. Für die Zukunft wünschen sich beide Seiten außerdem eine enge Zusammenarbeit auch auf politischer Ebene.

Im Juni 2007 besuchte eine Delegation aus Stuttgart die jüngste Partnerstadt der Landeshauptstadt. Stadträte, Vertreter des Olgahospitals und aus Bildung, Kultur und Sport wurden mit großer Herzlichkeit empfangen.

"Wir haben einige gute Städtepartnerschaften", begrüßte Oberbürgermeister Viktor Tarchow die Delegation im Rathaus. "Die besten Beziehungen aber haben wir zu Stuttgart." Delegationsleiter Reinhold Uhl bedankte sich bei Tarchow für die herzliche Aufnahme und unterstrich: "Auch wir sind stolz auf diese Partnerschaft."

Blick vom Fluss Wolga auf das Ufer und den Platz des RuhmesVergrößern
Blick von der Wolga auf den Platz des Ruhmes. Foto: Mareike Erlmann

Fazit nach 15 Jahren

Nach 15 Jahren Städtepartnerschaft zieht Tarchow das Fazit: "Das wichtigste, was wir erreicht haben ist, dass die Programme selbstständig weiterleben."

Reinhold Uhl, Fraktionsvorsitzender der CDU, sieht Potenzial für die Zukunft: "Wenn das, was in den letzten Jahren in die Partnerschaft eingeflossen ist, weiterentwickelt und intensiviert wird, ist Stuttgart - Samara sicher eine der wichtigen Partnerschaften."

Als Beitrag für die Entwicklung der politischen Kultur sieht der SPD-Fraktionsvorsitzende, Manfred Kanzleiter, die Partnerschaft: "Die Gespräche mit der politischen Ebene haben das große Bemühen deutlich gemacht, demokratische Strukturen zu leben."

Roland Kugler (Grüne) zeigte sich beeindruckt von der Intensität der Beziehungen: "Das ist nicht nur eine Partnerschaft der Rathäuser, sondern der Städte, der Bevölkerung selbst."

Auch Konrad Zaiß (Freie Wähler) nahm einen positiven Eindruck mit "von einem Land, das sich bemüht, wirtschaftlich, politisch und gemeinwirtschaftlich den westlichen Standard zu erreichen."

Generationentreff - Symbol der Partnerschaft

Ein besonderes Symbol für die Partnerschaft zwischen den beiden Städten ist der Generationentreff in Samara. Im Rahmen des Projekts "Verständigung und Versöhnung mit den osteuropäischen Partnerstädten" unterstützte die Stadt Stuttgart Umbau und Sanierung des ehemaligen Veteranenhauses finanziell.

Im Mai 2001 hatte der Gemeinderat beschlossen, den osteuropäischen Partnerstädten jeweils 256.000 Euro für Projekte im Senioren- und Sozialbereich als Beitrag zur Entschädigung ehemaliger Zwangsarbeiter zur Verfügung zu stellen. Eine Projektgruppe unter Leitung von Bürgermeisterin Gabriele Müller-Trimbusch hatte 2002 die Vorschläge vor Ort geprüft und sich mit den Partnern auf den Generationentreff geeinigt.

Bastelarbeiten im Generationentreff. Eine Frau hilft einem Mädchen beim Bekleben eines BlattesVergrößern
Die Jungen lernen im Generationentreff von den Älteren. Foto: Mareike Erlmann

Zusammenarbeit im Gesundheitswesen

Eine enge Zusammenarbeit besteht bereits seit 1993 zwischen dem Olgahospital und der Kinderklinik Nummer 1 in Samara. Ärzte und Pflegepersonal beider Häuser stehen in regem Austausch, zahlreiche Projekte wurden schon realisiert.

Hochgeschätzt ist das Engagement von Klaus-Peter Baatz, Vorsitzender des Fördervereins Krebskranke Kinder. "In den schlimmsten Zeiten bekam ich immer Hilfe von den Freunden aus dem Olgahospital", so Klinikleiterin Tatjana Kaganowa.

Personen vor dem Eingang der Kinderklinik Nummer 1 in Samara.Vergrößern
Die Kinderklinik Nummer 1 und das Olgahospital arbeiten eng zusammen. Foto: Mareike Erlmann
 

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