Elternseminar: Der gesetzliche Auftrag

Der gesetzliche Auftrag des Elternseminars leitet sich ab aus § 16 Sozialgesetzbuch VIII:

"(1) Müttern, Vätern, anderen Erziehungsberechtigten und jungen Menschen sollen Leistungen der allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie angeboten werden. Sie sollen dazu beitragen, daß Mütter, Väter und andere Erziehungsberechtigte ihre Erziehungsverantwortung besser wahrnehmen können.

(2) Leistungen zur Förderung der Erziehung in der Familie sind insbesondere:

1. Angebote der Familienbildung, die auf Bedürfnisse und Interessen sowie auf Erfahrungen von Familien in unterschiedlichen Lebenslagen und Erziehungssituationen eingehen, die Familie zur Mitarbeit in Erziehungseinrichtungen und in Formen der Selbst- und Nachbarschaftshilfe besser befähigen sowie junge Menschen auf Ehe, Partnerschaft und das Zusammenleben mit Kindern vorbereiten ..."

Auf dieser Grundlage entwickelte das Elternseminar eine Konzeption, welcher der Jugendhilfeausschuß des Stuttgarter Gemeinderates 1992 zustimmte.

1995 veröffentlichte der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge seine "Empfehlungen zur Familienbildung und zu der Umsetzung des gesetzlichen Auftrages in der Jugendhilfe". Im Januar 1996 wurden als Ergebnis eines vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Projektes "Empfehlungen zur interkulturellen Öffnung der Familienbildung" verabschiedet.

Die Konzeption und die seitdem entwickelte Praxis des Elternseminars entsprechen in hohem Maße diesen bundesweiten Empfehlungen.

 
 

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