Ausgangslage: Die Jugendgesundheitsstudie Stuttgart (JUGS) des Gesundheitsamts ergab für die Stuttgarter Schülerinnen und Schüler höchste Risiken hinsichtlich aller gesundheitlichen Gefährdungen in den Förder- und Hauptschulen. Jugendliche haben wenig Kontakt zum medizinischen System und sie suchen ihn auch nicht aktiv. Deshalb wählte das Gesundheitsamt Stuttgart einen niedrigschwelligen Zugang: Jugendliche können am besten dort erreicht werden, wo sie sich täglich aufhalten: in der Schule.
Jede Schule in Stuttgart wird von einem zuständigen Kinder- und Jugendarzt des Gesundheitsamtes betreut. In den meisten Hauptschulen wird zusätzlich eine "Schulsprechstunde" angeboten. Konkret bedeutet das: Eine Ärztin oder ein Arzt ist mindestens einmal im Monat in dieser Schule anwesend und dort für alle Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse ansprechbar. Die Themen um die es geht, sind vielfältig. Hier einige wichtige Beispiele: Angst, Sexualität, Entwicklungsfragen, Selbsttötungsgedanken und Ritzen, Essstörungen, Übergewicht, Schlafprobleme, Verhütung, Alkohol, Drogen, Depression und vieles mehr.
Daneben bietet das Gesundheitsamt zu folgenden Themen im Rahmen des Unterrichts mit der Lehrerin oder dem Lehrer gemeinsam vorbereitete Unterrichtseinheiten an:
Pro Thema sind ungefähr zwei bis vier Schulstunden notwendig. Bei Bedarf sind Elternabende möglich.