Förderung des Radverkehrs

Der Anteil des Radverkehrs soll von derzeit ca. 5% auf 12% und langfristig auf 20% steigen. Dazu hat Stuttgart bisher zahlreiche Anstrengungen zur Radverkehrsförderung unternommen.
Die Ausgangsbedingungen sind durch die Topographie und die fehlende Tradition erschwert und Stuttgart hat im Radverkehr noch viele Aufgaben zu erledigen. Daher wurde 2009 ein Radverkehrskonzept entwickelt, das alle Aktivitäten der Radverkehrsförderung unter einem Dach vereint. Neben einer guten Infrastruktur zum Fahren und Parken sollen Öffentlichkeitsarbeit und Serviceangebote rund ums Rad das Radfahren sicher und angenehm machen und so zum Umsteigen bewegen. Mit Erfolg! Im Alltag ist das Rad in Stuttgart immer mehr zu sehen.

Radfahrer vor Schloss SolitudeVergrößern
Radfahrer vor Schloss Solitude

Neue Hauptradrouten

Um das Radfahren in Stuttgart zu fördern, sind unter anderem Hauptradrouten geplant, die mit einer Länge von etwa 240 km alle Stadtteile miteinander verknüpfen.
Dieses Wegenetz ist hauptsächlich auf den Alltagsverkehr - Wege zur Ausbildung, Arbeit oder Einkaufen - ausgerichtet. Die Routen führen möglichst schnell, einfach und sicher durch die Stadt.
Dafür wurden u.a. Hauptverkehrswege wie z.B. die ehemalige B14 an der Waiblinger Straße umgestaltet und auch für Radfahrer besser nutzbar gemacht.
Eine einheitliche Beschilderung erleichtert die Orientierung, neue Radabstellplätze entlang der Route wurden eingerichtet bzw. erweitert und die Hauptradrouten sind zudem an die Radrouten der jeweiligen Nachbarkommunen angeschlossen, wie z.B. nach Fellbach.
Die Hauptradroute 1, der Tallängsweg, wurde kürzlich komplett fertiggestellt.

Radverkehrskonzept - Hauptradroutennetz (2009)Vergrößern
Radverkehrskonzept - Hauptradroutennetz (2009). Grafik: LHS

Beispiele für Projekte, die bislang umgesetzt wurden:

Das Radverkehrsnetz wird weiter ausgebaut. 1990 gab es in Stuttgart 68 km Radwege, Radfahrstreifen und Schutzsstreifen. Mittlerweile sind es 180 km. Ebenso wurde der Bau von Fahrradabstellanlagen gefördert.
In Stuttgart gibt es etwa 7000 Fahrradbügel, rund 35 Fahrradgaragen sowie drei Fahrrad-Service-Stationen.

Fahrradkarten und der Radroutenplaner im Internet wurden umgesetzt.
Die Fahrradmitnahme im ÖPNV ist in Stuttgart weitgehend kostenlos.
Immer wiederkehrende Aktionstage.
An 45 Stationen können mit dem Fahrradverleih Call a bike, Fahrräder und Pedelecs im Stadtgebiet ausgeliehen werden. Die Stadt Stuttgart wurde zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans bundesweit als eine von elf Pilotstädten ausgewählt. Hierzu wurde ein "Runder Tisch" gebildet: Fachkundige Bürger und Institutionen erarbeiten mittlerweile im Stuttgarter Radforum in verschiedenen Projektgruppen Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs. Mehr Informationen zum Stuttgarter Radforum finden Sie auf den Seiten für das Stuttgarter Radforum.

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