Grundsätze zur Förderung des Radverkehrs

Die Stadt Stuttgart und der Gemeinderat möchten den Anteil der Radfahrer am gesamten Verkehr langfristig auf 20 Prozent steigern. Dies ist auch das Ziel der Landesregierung von Baden-Württemberg. Mehr Radfahrer entlasten den Autoverkehr und damit auch die Umwelt. Gleichzeitig bedeutet der so reduzierte Autoverkehr größere Sicherheit für die Radler.

Leitlinien

Um mehr Menschen zum Umstieg aufs Rad zu motivieren, wird der Radverkehr in Stuttgart gezielt gefördert. Diese Förderung orientiert sich an folgenden grundsätzlichen Leitlinien:

  • Der Nationale Radverkehrsplan wird in Stuttgart als einer von elf Pilotstädten umgesetzt.
  • Das Fahrrad ist selbstverständlicher Bestandteil einer integrierten Verkehrspolitik.
  • Das Fahrrad wird bei allen Konzepten für Verkehr, Stadtentwicklung und Raumordnung angemessen berücksichtigt.

Zielsetzung

In einem Zehn-Punkte-Katalog hat die Stadt aus diesen Leitlinien konkrete Ziele formuliert:

  1. Änderungen von Verkehrsregelungen verbessern das Radverkehrsnetz. Beispielsweise können Einbahnstraßen von Radfahrern in beiden Richtungen befahren werden.
  2. Das Radverkehrsnetz wird durch Bauprojekte verbessert, unter anderem entstehen neue Radwege.
  3. Gefahrenstellen werden beseitigt und an den Schulen wird Verkehrserziehung angeboten. Dadurch wird die Sicherheit für Radfahrer erhöht.
  4. Die Wegweisung für den Fahrradverkehr wird verbessert.
  5. Es werden weitere praktikable und möglichst sichere Fahrradabstellanlagen eingerichtet.
  6. Das Angebot der Kombinationsmöglichkeiten von ÖPNV und Fahrrad wird ausgebaut, beispielsweise durch den Radroutenplaner von Stadt und VVS.
  7. Die Öffentlichkeit wird gezielt zum Thema Fahrradnutzung informiert, unter anderem bei den Stuttgarter Fahrradaktionstagen.
  8. Das Angebot an Radfahrkarten wird erweitert.
  9. Winterdienst und Reinigung wird schrittweise, insbesondere auf den Hauptradrouten, eingeführt.
  10. Der Radverkehrsetat wird erhöht und alle möglichen Fördermittel werden ausgeschöpft.