Gilgel Gibe Wasserkraftwerk, Äthiopien

Äthiopien ist ein Land mit enormen Ressourcen zur Erzeugung elektrischer Energie. Vor diesem Hintergrund soll in einem groß angelegten Entwicklungsplan der äthiopischen Regierung und des Energieministeriums die Stromerzeugung in den kommenden 25 Jahren jährlich um 15 Prozent erhöht werden. Um dieses ehrgeizige Ziel zu verwirklichen, ist in den nächsten Jahren der Bau zahlreicher Wasserkraftanlagen geplant.

Da für den Bau von Wasserkraftwerken erhebliche Investitionen zu tätigen sind, steht auf der Prioritätenliste der äthiopischen Regierung zunächst der Bau kleinerer bis mittelgroßer Anlagen, um die akuten Versorgungsengpässe mit elektrischer Energie in der Hauptstadt Addis Abeba und anderen Großstädten zu mildern. Hierzu wurde im Frühjahr 1998 das Projekt Gilgel Gibe zur Ausführung ausgeschrieben. Bauherr ist der staatliche äthiopische Stromversorger, Ethiopian Electric and Power Corporation - EEPCO, der das gesamte Wasserkraftwerk in Einzel-Baulosen vergeben hat. Nach einer Bauzeit von 63 Monaten ging das Wasserkraftwerk Gilgel Gibe im Südwesten Äthiopiens am 6. Dezember 2003 in Betrieb.

Das bautechnisch anspruchsvolle Bauwerk erhöht die Stromleistung des afrikanischen Landes um 184 MW. Die offizielle Einweihung folgte am 22. Februar 2004.

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Foto: Züblin AG

Bauabschnitte

Das Baulos 4, mit dessen Ausführung die Ed. Züblin AG im Herbst 1998 beauftragt wurde, umfasste folgende Bauabschnitte:

  • Kavernenkrafthaus mit den Abmessungen 83 m x 23 m x 43 m (L x B x H),
  • 700 m langer Auslassstollen mit nachgeschaltetem Auslaufbauwerk,
  • 270 m langer Druckausgleichsstollen,
  • Umspannwerk mit je einem schlüsselfertig zu errichtenden Betriebs- und Versorgungsgebäude,
  • 170 m tiefer Druckschacht mit kreisrundem Querschnitt, Ø 6,50 m,
  • 180 m tiefer Kabelschacht mit kreisrundem Querschnitt, Ø 6,00 m,
  • 110 m langer unter 36° geneigter Kabeltunnel, der über den Kabelschacht die Krafthauskaverne und das Umspannwerk miteinander verbindet.

Zusätzlich wurden die nicht abgeschlossenen Arbeiten des zeitlich vorangegangenen Bauloses 3, namentlich der 450 m lange Zugangstunnel und der 95 m lange Erkundungsstollen zur Krafthauskaverne, der Ed. Züblin AG übertragen.

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Foto: Züblin AG

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