Birkach - Kirche St. Vinzenz Palotti

Die Kirche St. Vinzenz Palotti wurde am 22. September 1966 von Weihbischof Wilhelm Sedlmeier geweiht. Ausschnitt aus der Festschrift, die anläßlich des 25. Weihejubiläums am 20. Oktober 1991 durch die Kath. Kirchengemeinde Vinzenz Pallotti herausgegeben wurde:

Der Grundriss der Kirche besteht aus einem Sechseck mit einer Spitze, unter welcher der Altarraum untergebracht ist. Der Kirchenraum ist 11,5 Meter hoch, 28,5 Meter breit und 27 Meter tief. Neben dem Eingang befinden sich die Taufkapelle, über dem Eingang die Orgelempore.

Der planende Architekt, Dipl.-Ing. Karl Rith, hielt sich an die Konzeption, eine geradlinige und aussagestarke Kirche zu entwerfen, indem er am Außenbau nur naturbelassenen Beton, Holz und Glas verwendete. Im Innenraum bevorzugte er ringsum wärmeisolierende Mauern und eine helle, schmal gestreifte, aufsteigende Holzdecke. Die Kirche wird von der Südostseite belichtet. Ein sehr großes Betonglasfenster von Karl Peter Balu aus Weilimdorf lässt sehr viel Helle in den Innenraum der Kirche einströmen. Zum Dunkel des Betons sieht man viel Weiß, dazu Braun, Violett, Ocker, Gelb und Blau. Der Besucher der Kirche erlebt beim Aufgang der Sonne eine Symphonie der Farbenspiele.

Die Mitte des Kirchenraumes ist der Altar, der von dem Konstanzer Künstler Hermann Brühl aus Muschelkalk gestaltet worden ist. Um diesen Altar, die Stätte des Opfers Christi und den Tisch des Herrenmahls, versammelt sich die christliche Gemeinde, wenn sie in der Eucharistiefeier Gott dankt für die Erlösung. Kruzifix, Tabernakel und Ambo hat derselbe Künstler sehr streng aus vierkantigem Mosaik von genageltem oder gelötetem Eisenblech gebaut. Eine Zeitepoche hat Niederschlag gefunden im gelungenen Werk. Mit der Darstellung des Kreuzes will der Künstler aussagen: "Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben, im Kreuz ist Hoffnung".

Die Fenster der Taufkapelle schuf Kurt Nusser aus Schwäbisch Gmünd. Die Farben symbolisieren Licht und Kraft, denn der Mensch muss wiedergeboren werden aus Wasser und Geist von oben. Den Taufstein entwarf der Architekt Karl Rith. Die Kirchentür gestaltete der Stuttgarter Kunstmaler Herwig Schubert. Die mit Eisenblech genagelte und gelötete Kirchentür verleiht dem Haupteingang Stetigkeit und Festigkeit. Die Statik hat Dipl.-Ing. Johannes Stief, Birkach, durchgeführt. Die drei Reihen von Bänken bieten 455 Kirchenbesucher Platz.

Die Kirche, die am Osthang des Ortsteil Birkach gebaut ist, verleiht dem Ramsbachtal einen markanten Akzent. Sie ist weiterhin sichtbar ein Symbol der Festigkeit.

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Vinzenz-Palotti-Kirche. Foto: Günter Seyfferth
 
 

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