Sozialer Marktplatz Stuttgart - Kooperation von gemeinnützigen Organisationen und Unternehmen

Kooperationen zwischen gemeinnützigen Organisationen und Wirtschaftsunternehmen zu beiderseitigem Vorteil - das ist das Ziel des "Sozialen Marktplatzes Stuttgart". Dabei bringt jede Seite ein, was sie am besten kann: Unternehmen haben das professionelle Know-how und die Ressourcen, die gemeinnützigen Organisationen oft fehlen. Dafür stellen die Ehrenamtlichen der Einrichtungen ihre Arbeitskraft zur Verfügung und geben immaterielle Werte weiter. Der Marktplatz bietet das Forum, auf dem Kooperationen ausgehandelt werden.

Unterstützung durch "Makler" und "Notare"

Unterstützung bekommen die Handelspartner von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Freiwilligenagentur. Sie haben einen Überblick über die Angebote der Bietenden und Suchenden und helfen als "Makler" bei der Kontaktaufnahme. Kommt eine Kooperation zustande, stehen auf dem Marktplatz auch gleich "Notare" bereit, die die Abmachung an Ort und Stelle vertraglich festhalten. So soll der Grundstein für eine ernsthafte und langfristige Zusammenarbeit gelegt werden.

Der 1. Stuttgarter Marktplatz im Jahr 2007 wurde von der Stabsstelle "Förderung Bürgerschaftliches Engagement" der Stadt Stuttgart und dem GENO-Verband Württemberg mit seinen Einrichtungen in Stuttgart organisiert. Veranstalter des 2. Marktplatzes 2010 und des 3. Marktplatzes 2011 war die Stabsstelle "Förderung Bürgerschaftliches Engagement" gemeinsam mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG, in Kooperation mit der Agentur mehrwert und unterstützt durch die Deutsche Bank AG Stuttgart.

Eine Frau mit einem Stofftier in der Hand steht neben einem Mann, der ein Shirt trägt mit der Aufschrift Makler, neben ihm rechts steht eine Frau mit BauchladenVergrößern
Erfolgreicher Vertragsabschluss: Makler Gerd Geiger mit Andrea Schlepper von der Mann und Hummel GmbH (links) und Renate Beigert von der Bahnhofsmission (rechts). Foto: Stadt Stuttgart

Beispiele für erfolgreiche Vereinbarungen

Bei den Sozialen Marktplätzen Stuttgart am 27. April 2010 und am 26. Oktober 2011 schlossen jeweils rund 100 Teilnehmer über 70  Vereinbarungen untereinander ab.

So vereinbarte zum Beispiel die Römersschule mit der Stuttgarter Volksbank ein gemeinsames Theaterprojekt und mit der Johanniter-Unfall-Hilfe den Aufbau eines Schulsanitätsdienstes. Die Firma HAGOS, Kachelofen- und Luftheizungsbauer, hilft dem Evangelischen Ferienwaldheim Degerloch beim Ausbau einer Grillstelle. Die Deutsche Bank hat mit der Vereinigung Stuttgarter Mundarttheater e.V. ein "Geschäft" Möbel gegen Theaterbeiträge im Unternehmen vereinbart. Die Schreinerinnung Stuttgart stiftet dem Caritasverband Sitzbänke für die Erinnerungsstätte der Verstorbenen. Die Gegenleistung sind Stifterschilder und die Ausrichtung eines kleinen Festes. KPMG unterstützt das Projekt "Leseohren" e.V. beim Neudruck von Flyern und lässt sich dieses mit Gedichtvorlesungen begleichen.

"Nach drei gelungenen Marktplätzen wollen wir diese Reihe auf jeden Fall fortsetzen, denn das Stuttgarter Potenzial reicht noch für viele Marktplätze", merkt Reinhold Halder an, Leiter der Stabsstelle "Förderung Bürgerschaftliches Engagement". Auch viele Teilnehmer gaben eine positive Rückmeldung.

Sozialer Marktplatz 2011Vergrößern
Das Rathaus als Handelsplatz: gemeinsames Gewinnen beim Sozialen Marktplatz 2011. Foto: Stadt Stuttgart
Ein Mann reicht einer Frau mit einem grünen Hut die Hand.Vergrößern
Hand drauf: Das Geschäft zwischen Edgar Veith, Weingärtnergenossenschaft Rohracker, und Petra Reichelt, Praga, ist besiegelt. Foto: Stadt Stuttgart

Verwandte Themen