Clara Zetkin

Clara Zetkin wurde am 5. Juli.1857 Wiederau in Sachsen als Clara Eißner geboren und starb am 20. Juni 1933 in Archangelskoje bei Moskau. Ihr Grab befindet sich an der Kremlmauer in Moskau.

Clara Zetkin, war seit 1878 Mitglied der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP). Von 1878 bis 1882 arbeitete sie als Erzieherin in Sachsen und Österreich. Wegen der Sozialistengesetze emigrierte sie in die Schweiz und arbeitete an dem Parteiorgan "Der Sozialdemokrat" in Zürich mit.

Im November 1882 ging sie nach Paris, wo sie mit dem russischen Revolutionär Ossip Zetkin zusammenlebte. Obwohl dem Paar zur Heirat die Papiere fehlten, nahm sie den Nachnamen ihres Partners an. 1889 starb ihr Mann nach langer Krankheit. Auf dem Gründungskongress der Zweiten Internationale in Paris, den sie mitvorbereitet hatte, referierte sie über die proletarische Frauenbewegung. Sie forderte die vollständige berufliche und gesellschaftliche Gleichberechtigung der Frau sowie ihre aktive Teilnahme am Klassenkampf.

Von 1892 bis 1917 war sie in Stuttgart Redakteurin der SPD - Frauenzeitschrift "Die Gleichheit". In Stuttgart heiratete sie 1897 den Maler Georg Friedrich Zundel. Zwischen 1904 und 1925 lebte sie mit ihm in Sillenbuch in der Villa Zundel. Auf der ersten Internationalen Konferenz sozialistischer Frauen in Stuttgart 1907 wurde Zetkin zur Vorsitzenden des Internationalen Frauensekretariats gewählt. Auf der zweiten Internationalen Konferenz sozialistischer Frauen in Kopenhagen 1910 initiierte sie die Einrichtung eines Internationalen Frauentags.

Gemeinsam mit Rosa Luxemburg war Clara Zetkin gegen die Kriegsunterstützung der Sozialdemokraten, sie war 1915 Mitbegründerin des Spartakus-Bundes und 1917 der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands USPD. Als Mitbegründerin der USPD wurde ihr von der SPD die Herausgabe der Zeitschrift "Gleichheit" entzogen.

Seit 1919 war Zetkin Mitglied der neu gegründeten KPD und von 1920 bis 1933 auch KPD-Abgeordnete im Reichstag. Am 30. August 1932 eröffnete sie als Alterspräsidentin den neugewählten Reichstag. In ihrer berühmten Rede kündigte sie den Zusammenbruch der kapitalistischen Gesellschaftsordnung an und plädierte für eine Einheitsfront gegen den drohenden Faschismus. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten emigrierte sie in die UdSSR. Sie starb am 20. Juni 1933 in ihrem Haus bei Moskau. An der Kremlmauer wurde sie beerdigt, 600.000 Menschen gaben ihr das letzte Geleit.

Spuren in Stuttgart