Gesundheit, Soziales und Migration

Zuwanderinnen, Zuwanderer und deren Kinder kennen aufgrund sprachlicher und kultureller Gründe oft nicht alle Möglichkeiten im Bereich der Gesundheitsprävention. Ältere Migranten haben oft jahrelang die Rückkehr geplant, wollen nun aber doch bleiben und stehen vor ganz neuen Problemen. Wie an diesen Beispielen sichtbar wird, stehen Migranten und städtische Einrichtungen im Bereich Gesundheit und Soziales vor einigen Herausforderungen. In Stuttgart nehmen sich verschiedene Arbeitskreise und Projekte dieser Themen an.

Arbeitskreis Gesundheit und Migration

Der Arbeitskreis Gesundheit und Migration bündelt die Aktivitäten im Gesundheits- und Migrationsbereich innerhalb der Landeshauptstadt. Außerdem soll die Diskussion über die gesundheitliche Situation der Migranten angeregt werden.

Mehr Informationen zum Arbeitskreis Gesundheit und Migration finden Sie hier:


Behinderung und Migration

In Stuttgart haben etwa 60 % der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren einen Migrationshintergrund. Bei der Einschulungsuntersuchung weisen Kinder aus Migrantenfamilien häufiger Entwicklungsdefizite auf, ihre Eltern nehmen jedoch notwendige frühe Hilfen bei Behinderung, Entwicklungsverzögerungen und chronischen Erkrankungen weniger in Anspruch. Auch in Sonderschulkindergärten und Sonderschulen nimmt der Anteil von Migrantenkindern zu.

Um Migrantenfamilien zu unterstützen und ihnen den Zugang zu frühen Hilfen und Beratungsangeboten zu erläutern und zu erleichtern, wurden im Jahr 2009 und 2010 in Kooperation mit der gemeinnützigen Elterstiftung Baden-Württemberg e.V. und dem staatlichen Schulamt Stuttgart 13 Eltern aus verschiedenen Herkunftsländern im Rahmen des Projekts "Mentorenschulung für Migranteneltern von Kindern mit Behinderungen" zu Elternmentoren ausgebildet. Diese Mentoren beraten und informieren Migrantenfamilien in der Muttersprache über Frühförder- und Beratungsangebote und begleiten sie zu Sonderschuleinrichtungen. Dieses Projekt wurde mit der freundlichen Unterstützung der Robert Bosch Stiftung gefördert.

Weitere Informationen unter:

Behinderung und Migration


Frauen und Migration - Arbeitskreis Migrantinnen

Der Arbeitskreis Migrantinnen ist ein Zusammenschluss von unterschiedlichen Institutionen, Beratungsstellen, Bildungsträgern und Einrichtungen der Stadt Stuttgart. Ziel ist die Vernetzung der Einrichtungen, die für Migrantinnen arbeiten.

Mehr Informationen zum Thema:


Fremdsprachiger Gesundheitswegweiser und Leitfaden Gesundheit

Sprachbarrieren und unzureichende Kenntnisse über die Funktionsweise des deutschen Gesundheitswesens erschweren oft den Zugang zu präventiven, kurativen und rehabilitativen Leistungsangeboten. Der fremdsprachige Gesundheitswegweiser möchte deshalb praktische Hilfestellung geben und fremdsprachliche Angebote in Stuttgart transparenter machen.

Hier geht's zum Gesundheitswegweiser:


Auch die Broschüre Leitfaden Gesundheit für Migrantinnen und Migranten in verschiedenen Sprachen kann weiterhelfen:


Gesundheitsprojekt "Mit Migranten für Migranten" - MiMi

Im Gesundheitsprojekt "Mit Migranten für Migranten" (MiMi) werden engagierte Migranten zu interkulturellen Gesundheitsmediatoren ausgebildet. Ihr erworbenes Fachwissen geben sie dann an ihre Landsleute in ihrer jeweiligen Muttersprache weiter.

Weitere Informationen:


Ältere Migranten

Ältere Migranten haben andere Bedürfnisse. Viele drohen unter anderem wegen mangelnder Sprachkenntnisse zu vereinsamen. Der Arbeitskreis "Ältere Migranten in Stuttgart" hat sich ihrer besonderen Lebenslage angenommen.

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