Ältere Migranten

Der Anteil der älteren Migranten über 55 Jahre liegt in Stuttgart schon heute an der Spitze deutscher Großstädte. Reduzierte Migrationsdienste für einzelne Ethnien und abnehmende deutsche Sprachkenntnisse bei älteren Migranten verstärken die Gefahr der Vereinsamung.

Obwohl die sprach-, kultur- und religionsensible Pflege inzwischen in Pflegeheimen angekommen ist, spielen trotzdem Sprachbarrieren, Informationsdefizite, Rechtsunsicherheit und ein anderes kulturelles Verständnis zum Thema Gesundheit und Krankheit eine große Rolle.

In Stuttgart gibt es viele Akteure, die sich kultursensibel um ältere Migranten kümmern. Zum Beispiel:
Viele Begegnunstätte der einzelnen sozialen Träger bieten in den Stadtteilen für ältere Menschen mit Migrationshintergrund kulturspezifische Angebote an. Die Caritas - Alten- und Pflegeheim Haus St. Ulrich mit ZEBRA (Zugänge erleichtern - Brücken bauen ) ein Angebot für ältere Italienierinnen und Italiener, die sich zum Singen, Essen udn für Informationsnachmittage treffen. Hier werden die Seniorinnen und Senioren über relevante Themen im Alter informiert und beraten.

In Stuttgart Rot hat der Verein "Emin Eller" eine Wohngruppe mit 8 Plätzen geschaffen, in der türkische Seniorinnen und Senioren von ihren Angehörigen und einem türkisch sprachigen Pflegedienst betreut werden.

In Stuttgart Möhringen bietet das Pflegezentrum Bethanien Plätze für Seniorinnen und Senioren mit orthodoxem Glauben an.

Beteiligung von Migranten

Hierbei müssen Migranten beteiligt werden. Ziel ist es, dabei gerade die Migranten zu erreichen, die wenig Zugang zu den Angeboten der Altenhilfe haben. Auch wird versucht, vermehrt hauptamtliche Sozialarbeiter mit Migrationshintergrund einzusetzen, da sie aufgrund ihrer sprachlichen und kulturellen Kompetenzen einen leichteren Zugang haben.