Gesundheitsprojekt "Mit Migranten für Migranten" - MiMi

Zuwanderinnen, Zuwanderer und deren Kinder werden oft von Maßnahmen zur Gesundheitsprävention schlechter erreicht als die jeweiligen deutschen Vergleichsgruppen.

Das Gesundheitsprojekt Mit Migranten für Migranten - kurz MiMi - wirkt dem entgegen: Engagierte Migranten werden zu interkulturellen Gesundheitsmediatoren ausgebildet, d.h. sie werden in den verschiedensten Gesundheitsthemen und in der Veranstaltungsorganisation geschult. Ihr erworbenes Wissen geben sie dann an ihre Landsleute in ihrer jeweiligen Muttersprache weiter. Dazu führen sie kultursensible Informationsveranstaltungen durch.

Organisiert werden diese Veranstaltungen beispielsweise in Migrantenvereinen, Stadtteilzentren, Beratungsstellen, Schulen, Kindertageseinrichtungen, Moscheen, Flüchtlingswohnheimen, Seniorenbegegnungsstätten und Betrieben. Über die Abteilung für Integrationspolitik, die das Projekt in Stuttgart koordiniert, können die Referenten angefragt werden.

Ein Drittel der 30 in Stuttgart ausgebildeten Gesundheitsmediatoren kommt beruflich aus dem Gesundheitsbereich, viele engagieren sich selbst in Migrantenvereinen oder Bildungsinstitutionen.

Gruppenbild von etwa 25 Personen, im Hintergrund ein Plakat mit der Aufschrift Zertifikat (Großansicht)Vergrößern
Nach der Schulung erhalten die Gesundheitsmediatoren ein Zertifikat. Foto: Stabsabteilung für Integrationspolitik
eine Schulung (Großansicht)Vergrößern
Das Wissen wird weitergegeben. Foto: Stabsabteilung für Integrationspolitik

Die aktiven 21 Frauen und vier Männer stammen aus folgenden Ländern:

  • Türkei (8 Personen)
  • Russland (4)
  • Griechenland (3)
  • Iran (1)
  • Ghana (1)
  • Kosovo (1)
  • Peru (1)
  • Ruanda (1)
  • Vietnam (1)

Sie alle haben an umfassenden Schulungen zu folgenden Themen teilgenommen:

  • "Das deutsche Gesundheitssystem"
  • "Familienplanung und Schwangerschaft"
  • "Kindergesundheit und Unfallprävention"
  • "Tabakkonsum- und -entwöhnung"
  • "Umgang mit Medikamenten"
  • "Mundgesundheit"
  • "Gesunde Ernährung und körperliche Bewegung"
  • "Alter, Gesundheit und Pflege"
  • "Seelische Gesundheit" mit den Schwerpunkten "Depressionen" und "Suchtprävention"

MiMi ist ein Programm zur Gesundheitsprävention im Auftrag des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen (BKK), bundesweit in 23 Städten und Regionen koordiniert vom Ethno-Medizinischen-Zentrum (EMZ) in Hannover.

Die Termine der Informationsveranstaltungen können der Tagespresse entnommen oder bei der Projektkoordinatorin Stefanie Ender erfragt werden.

Weitere Informationen

Die Mediatorinnen und Mediatoren können auch über die Internetseite des BKK-Bundesverbandes angefragt werden:

www.bkk.promig.de