Arbeitskreis Stuttgarter Muslime

Etwa 10% der Stuttgarter/innen gehören dem islamischen Glauben an. Die meisten Muslime sind türkeistämmig. Mitunter stellen sie die meisten islamischen Gebetsstätten dar, gefolgt von bosnischen und arabischen Muslimen.
Die meisten islamischen Gebetsstätten sind in Gewerbe-Mischgebieten und tlw. in Wohngebieten angesiedelt und sind von außen als solche kaum erkennbar. In Stuttgart gibt es bisher keine neu gebaute und somit architektonisch sichtbare Moschee mit Kuppelbau und Minarett(en).

Arbeitskreis "Stuttgarter Muslime"

Die Abteilung für Integrationspolitik hat im Juni 2008 mit Förderung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge das Projekt "Interkulturelle Öffnung und Qualifizierung der islamischen Gemeinden" gestartet. Etwa 30 aktive Vereins-mitglieder aus sechs größeren Gemeinden wurden für die Integrationsarbeit intensiv geschult. Weitere islamische Vereine wurden in dieses Projekt ebenfalls einbezogen, um in Zusammenarbeit mit kommunalen Stellen einen Arbeitskreis zu Integration aufzubauen.

Mit der Projektgruppe hat sich der Arbeitskreis "Stuttgarter Muslime" (ehemals AK Muslime und Integration) institutionalisiert und verfügt über verbindliche Kommunikations- und Aktivitätsstrukturen. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass die Zusammenarbeit der muslimischen Gemeinden mit kommunalen Akteuren wie auch die Zusammenarbeit der Gemeinden untereinander gefördert und gefestigt wird. Zielgruppe des Projekts sind nach wie vor vereinsaktive Jugendliche und Heranwachsende in den Islamischen Gemeinden, die bereit sind, neben weiteren Aufgaben auch eine größere Verantwortung für die Jugendarbeit im Verein zu übernehmen und den Kontakt zu städtischen Einrichtungen und Kooperations-netzwerken zu intensivieren.
Sowohl die gemeinsame Erarbeitung diverser Handreichungen und der Informations-austausch als auch der Aufbau einer dialogbegleitenden Fachgruppe, die bei Veränderungsprozessen und Konfliktsituationen vermittelnd eingreift, zeichnen den Arbeitskreis aus.
Die Abteilung Integrationspolitik leitet den Arbeitskreis "Stuttgarter Muslime". Ständige Mitglieder des Arbeitskreises sind neun islamische Gemeinden. Darüber hinaus werden je nach Sachthemen freie Träger sowie Mitarbeiter der LHS aus den Abteilungen Jugendamt, Freiwillegenagentur, Chancengleichheit, Bezirksämter, Sozialamt und dem Haupt- und Personalamt eingeladen. Neben Sozialthemen wie Drogenprävention, Jugendhilfe, Seelsorge und Flüchtlingsarbeit nimmt der Themenkomplex "Islamische Gebetsstätten" einen wichtigen Platz ein.

Nach wie vor stellen die Raumbedingungen der Gemeinden einen Hauptfokus unserer Arbeitskreisarbeit dar. Viele der Gemeinden sind als Mieter in Räumen, die nicht ihren Wünschen entsprechen.

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