Runder Tisch der Religionen
In Stuttgart leben Menschen aus 170 Nationen mit mehr als 100 Sprachen und einer Vielzahl von Religionen, und Glaubensüberzeugungen. Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster hat 2003 führende Mitglieder großer Stuttgarter Religionsgemeinschaften zu einem "Runden Tisch der Religionen in Stuttgart" eingeladen.
Dabei versteht sich der Runde Tisch nicht als Konkurrenz für bereits bestehende multireligiöse Dialogforen oder Gruppen an der Basis. Er soll vielmehr ein Kreis sein, der sich mit Fragen befasst, die direkt das Zusammenleben der Religionsgemeinschaften untereinander und das Leben der Religionsgemeinschaften in der Großstadt betreffen.
Die vertretenen Religionsgemeinschaften geben also keine ihrer eigenen Kompetenzen und Rechte für ihre eigene Organisation an den Kreis ab. Der Kreis mischt sich nicht in die internen Belange einzelner Religionen ein und kann nicht für oder über einzelne Religionsgemeinschaften Beschlüsse fassen.
Mittlerweile wurde in weiteren Sitzungen des Runden Tisches ein "Manifest für ein friedliches und aktives Miteinander der Religionen in Stuttgart" (siehe unter Publikationen) erarbeitet. Diese Teilnehmer haben dabei mitgewirkt:
- Prälat Michael Brock (Katholische Kirche in Stuttgart),
- Stadtdekan Hans-Peter Ehrlich (Evangelische Kirche in Stuttgart),
- Sami Ercan (Türkisch-Islamische Union D.I.T.I.B.),
- Martina Künstner (Buddha-Haus e.V. Stuttgart),
- Dr. Ferid Kugic (Bosnische Islamische Gemeinschaft),
- Dr. Haleh Sabet (Der Geistige Rat der Baha'i) und
- Barbara Traub (Sprecherin des Vorstandes der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs)
Der Runde Tisch will damit einen Verhaltenskodex für konkrete Ernstfälle anbieten, um zu vermeiden, dass Gespräche und Kontakte dann bei "Null" anfangen müssen.

