Lodzer Delegation feierte Partnerschaftsjubiläum mit Besuch in Stuttgart

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft besuchte eine Delegation aus Lodz unter Leitung von Stadtpräsident Dr. Jerzy Kropiwnicki und erstem Vizepräsident Marek Michalik vom 4. bis 8. Mai Stuttgart. Zur Reisegruppe gehörten auch die Vizedirektorin des Stadtpräsidentenkabinetts, Monika Kern, die Vizedirektorin des Büros für Promotion, Tourismus und Internationale Beziehungen, Monika Karolczak, ihre Mitarbeiterin Malgorzata Zwierzynska-Styczen sowie drei Vertreterinnen des Kinematographiemuseums und die beliebte Jazzband "Serafinski Hammond Trio". Ziel des Aufenthalts in der Landeshauptstadt war es, die Kooperationen in den Bereichen Wirtschaft, Soziales, Jugend, Kultur, Tourismus, Politik und Bildung weiter auszubauen.

In Stuttgart erwartete die polnischen Gäste ein prall gefülltes Programm, das gleich nach der Ankunft mit der Besichtigung des Kulturareals unterm Turm begann. An den folgenden Tagen besuchte die Delegation die Landesmesse auf den Fildern, die Porsche AG, das Mercedes-Benz Museum und informierte sich über das verkehrs- und städtebauliche Großprojekt Stuttgart 21. Daneben wurde Lodz mit einer Wirtschaftspräsentation seiner Woiwodschaft in der IHK Region Stuttgart auch selbst aktiv.

Zirkusvorstellung Jugendhaus Fasanenhof für Lodz DelegationVergrößern
Solveig (11) und Anna (10) zeigen der Delegation aus Lodz ihre Zirkusartistik im Jugendhaus Fasanenhof. Foto: Frank Eppler

Jugendpartnerschaften sind ausschlaggebend

Bei seinem Besuch der Jörg-Ratgeb-Schule in Neugereut erfuhr Vizepräsident Marek Michalik, dass die Schüler enge Kontakte mit Schulen in Lodz pflegen und schon dort zu Besuch waren. Auf seine Frage, ob ihnen Lodz gefallen hätte, war die einhellige Antwort "Ja!". Beim Festakt im Rathaus am gleichen Tag betonte Michalik die Bedeutung der Jugend für die Städtepartnerschaft: "Die Jugendlichen sind es, die unsere gemeinsame Zukunft gestalten werden."

Eine Extravorstellung der Zirkusgruppe erlebte Stadtpräsident Jerzy Kropiwnicki im Kinder- und Jugendhaus Fasanenhof. Solveig (11) und Anna (10) schwebten akrobatisch an Tüchern von der Decke. Tobias Pampel, Leiter des Jugendhauses, erzählte, dass die hauseigene Zirkusgruppe seit fünf Jahren mit einer Theatergruppe aus Lodz befreundet ist. Regelmäßig besuchen sich die Jugendlichen gegenseitig und veranstalten Kunst- und Kulturworkshops. Auch eine Straßentheatergruppe aus einer weiteren Partnerstadt Stuttgarts, Brünn in Tschechien, nimmt an dem Jugendprojekt teil.

Jubiläumsfest im Rathaus

Offiziell gefeiert wurde das Partnerschaftsjubiläum bei einer Festveranstaltung am 6. Mai im Rathaus, die gleichzeitig auch zu Ehren des polnischen Nationalfeiertags am 3. Mai und des zehnjährigen Bestehens des polnischen Honorarkonsulats in Stuttgart stattfand. Neben der städtischen Delegation aus Lodz waren Ministerpräsident Günther H. Oettinger, der polnische Botschafter Dr. Marek Prawda, Generalkonsulin Elzbieta Sobotka und der Honorarkonsul der Republik Polen in Stuttgart, Dr. Bernd Kobarg mit seiner Gattin Dr. Christine Bechtle-Kobarg sowie der Marschall der Woiwodschaft Lodz, Wlodzimierz Fisiak und sein Stellvertreter, Witold Stepien anwesend.

Für die musikalische Umrahmung sorgten der polnische Pianist Lukasz Trepczynski und das "Serafinski Hammond Trio" aus Lodz.

Honorarkonsul Bernd Krobag übergab im Verlauf des Abends gemeinsam mit Oberbürgermeister Wolfgang Schuster Preise an Schülerinnen und Schüler von Stuttgarter Gymnasien, die sich an dem vom Honorarkonsulat initiierten Aufsatzwettbewerb "Lodz - eine Stadt zwischen Tradition und Moderne" sowie einem Quiz über die polnische Partnerstadt beteiligt haben.

Kultur in vielen Facetten

Dass Kultur in vielen Facetten in Polen und vor allem in Lodz eine zentrale Rolle spielt, wurde gleich bei mehreren Veranstaltungen während des Delegationsaufenthalts deutlich. So bei der Eröffnung der biographischen Ausstellung "Spuren und Erinnerungen" über den großen Regisseur Krzysztof Kieslowski im Rathaus oder bei der Aufführung des Monodramas für die polnische Minderheit durch das Studyjny Theaters im Stuttgarter Renitenztheater. Darüber hinaus rückt das Kommunale Kino polnische Filme und Filmplakate zwischen dem 7. und 31. Mai in den Mittelpunkt des Interesses.

 
 

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