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Stöckach und Raitelsbergsiedlung sind Pilotprojekte

12.03.2012 Umwelt

Auf Vorschlag des Landes Baden-Württemberg wurde das Stuttgarter Quartier am Stöckach zusammen mit der Raitelsbergsiedlung in die Pilotphase des neuen Programms "Energetische Stadtsanierung" aufgenommen.


Schon seit Langem setzt die Stadt Stuttgart zur Verbesserung der Energieeffizienz auch auf die Einsparpotenziale der Gebäude. Das Klimaschutzkonzept "KLlKS" dient seit 1997 als Leitlinie zur Reduzierung der Treibhausgase. Auch in der Stadterneuerung werden seit vielen Jahren konsequent hohe Energiestandards bei der Förderung privater Modernisierungen eingefordert. Nun eröffnet das neue Programm "Energetische Stadtsanierung" die Möglichkeit, mit finanzieller Unterstützung des Bundes Energiekonzepte für ganze Quartiere zu entwickeln.

Grundlage für den erfolgreichen Antrag der Stadt waren die vorbereitenden Untersuchungen im Gebiet Stuttgart 29 -Stöckach/Villa Berg -, in denen das Thema Energieeinsparung bereits einen breiten Raum einnimmt und auf deren Grundlage nun die weiteren Untersuchungen aufgebaut werden können.

Mit dem Förderprogramm soll ein vertieftes integriertes Quartierskonzept zur Steigerung der Energieeffizienz der Gebäude und der Infrastruktur insbesondere zur Wärmeversorgung unterstützt werden. Hierfür stehen nun für eineinhalb Jahre 63 000 Euro aus dem Energie- und Klimafonds für die Entwicklung eines solchen Konzeptes zur Verfügung. Die Stadt ergänzt diesen Betrag auf knapp 100 000 Euro. Profitieren soll davon besonders der gründerzeitlich strukturierte Bereich um den Stöckachplatz und die in Teilen erneuerungsbedürftige Raitelsbergsiedlung.

Diese ist repräsentativ für den kommunalen Wohnungsbau der 1920er-Jahre, als Kulturdenkmal geschützt und komplett im Eigentum der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG).

Das Quartierskonzept wird eine Ausgangsanalyse beinhalten, in der zunächst der aktuelle Energieverbrauch festgestellt wird und natürlich auch die größten Energieverbraucher. Gleichzeitig sollen Einsparpotenziale aufgespürt und Möglichkeiten der quartiersbezogenen Energieerzeugung untersucht werden. Danach werden konkrete Maßnahmen zur Energieeinsparung- und -effizienz entwickelt und deren Kosten, Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit dargestellt. Am Ende wird ein Zeitplan mit Vorschlägen für die schrittweise Umsetzung erstellt.

In den Prozess der Konzeptentwicklung werden die SWSG als Eigentümerin der Raitelsbergsiedlung, die EnBW als Eigentümerin der größten Gewerbefläche im Quartier und auch private Eigentümer und Mieter eingebunden.

Aufgrund der vielfältigen städtebaulichen Strukturen des Gebietes verspricht das Projekt Erkenntnisse über ganz unterschiedliche Strategien der energetischen Erneuerung. Insgesamt sollen die energetischen Ziele frühzeitig in den städtebaulichen Erneuerungsprozess eingebunden werden können und Kooperationsmodelle mit den privaten Eigentümern entwickelt werden.

Fragen zum Thema beantwortet Roland Bornemann, Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung, Eberhardstraße 10, 70173 Stuttgart, Telefon 216-2597.


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