Presse
  •  

Warnstreik am Montag: Beeinträchtigungen im öffentlichen Dienst

Eltern können Kinder in geschlossenen Kitas eigenverantwortlich betreuen.

23.03.2012 Aktuelles
Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Kommunen und des Bundes in der Landeshauptstadt Stuttgart sowie in den Landkreisen Böblingen, Ludwigsburg und Rems-Murr für Montag, 26. März, zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Der Streik beginnt um 0 Uhr und endet um 24 Uhr.

Daher muss mit Beeinträchtigungen im öffentlichen Dienst gerechnet werden. Vom Streik in der Landeshauptstadt sind voraussichtlich der gesamte kommunale Bereich betroffen, also die Verwaltung, die Kindertagesstätten, die Abfallwirtschaft und das Klinikum Stuttgart sowie alle Stadtbahnen, die Zahnradbahn, die Seilbahn und die Busse der SSB. Ebenfalls bestreikt werden die SSB-Kundenzentren am Charlottenplatz, Rotebühlplatz und Hauptbahnhof, die daher geschlossen sein werden. Der SSB-Telefonservice wird am Streiktag ebenfalls nicht erreichbar sein.

Die S-Bahnen, Nahverkehrszüge, privaten Nebenbahnen und die Busse der privaten Verkehrsunternehmen sowie der Regiobus Stuttgart fahren wie gewohnt.

Kindertagesstätten
Am Montag werden voraussichtlich 161 Tageseinrichtungen mit 8.936 Plätzen geschlossen bleiben, das entspricht 86,1 Prozent der Einrichtungen und 86,7 Prozent der Plätze. Teilweise geöffnet haben fünf Tageseinrichtungen mit 378 Plätzen. 16 Einrichtungen mit 688 Plätzen sind nach bisheriger Kenntnis geöffnet. Diese Zahlen entsprechen in etwa denen des ersten Warnstreiks.

Neu ist ein Angebot der Stadt an die Eltern, in den Räumen von bestreikten Einrichtungen die Kinder in Eigenverantwortung zu betreuen. In bis zu sieben Einrichtungen werden Eltern die Betreuung übernehmen.

Das Infotelefon des Jugendamtes ist am Montag bereits ab 7 Uhr unter der Rufnummer 216-5100 zu erreichen.

Städtische Mitarbeiter, die sich nicht am Arbeitskampf beteiligen und die keine anderweitige Betreuungsmöglichkeit für ihre Kinder haben, dürfen die Kinder - wie bei früheren Arbeitskampfmaßnahmen - an den Arbeitsplatz mitbringen. Dies gilt nicht, wenn zum Beispiel am Arbeitsplatz gesetzliche Sicherheitsvorschriften zu beachten sind oder sich der Arbeitsplatz oder die Tätigkeit für eine Kinderbetreuung nebenbei nicht eignet.

Abfallentsorgung an diesem Tag erschwert

Die Abfall- und Wertstoffabfuhr ist durch den Arbeitsausfall am Streiktag nur bedingt möglich. Der Eigenbetrieb AWS wird versuchen, die Abfuhr der nicht geleerten Abfall- und Wertstoffbehälter in den darauf folgenden Tagen nachzuholen. Dasselbe gilt für nicht abgeholten Sperrmüll und abgeholtes Grüngut. Gleichzeitig bittet der Eigenbetrieb AWS, die Annahmestelle Burgholzstraße 31/1 für Wertstoffe an diesem Montag nicht anzufahren. Ab Dienstag, 27. März, sind alle Annahmestellen wieder zu den üblichen Öffnungszeiten erreichbar.

Für Fragen ist der AWS-Kundenservice unter der Hotline 216-88700 erreichbar.

Klinikum Stuttgart - Versorgung der Patienten ist gewährleistet
Vom Streik sind auch die vier Krankenhäuser des Klinikums Stuttgart betroffen. Es wird zu Einschränkungen bei Aufnahmen, Untersuchungen und Behandlungen kommen. Für dringende Fälle wird rund um die Uhr eine Versorgung sichergestellt. Eine Notdienstvereinbarung ist abgeschlossen. Patienten, die Rückfragen zu einem für diesen Tag vereinbarten Behandlungstermin haben, sollten sich telefonisch an ihren Ansprechpartner im Klinikum Stuttgart oder die Telefonzentrale 278-00 wenden.

Bäderbetriebe
Der Streik bezieht sich auch auf die Bäderbetriebe Stuttgart. Wer am 26. März einen Besuch eines Mineral- oder Hallenbads plant, sollte sich vorher telefonisch unter 216-46 60 informieren, ob geöffnet ist.
Inwieweit andere Ämter, Eigenbetriebe und Servicestellen der Landeshauptstadt Stuttgart betroffen sein könnten, ist derzeit leider nicht bekannt. Bei Bestattungsfragen erhalten Betroffene unter 216-6481 Auskunft.

Warnstreik Warnstreik in Stuttgart - Foto: Leif PiechowskiVergrößern
Foto: Leif Piechowski - Warnstreik
 

Weitere Informationen