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Kampf gegen Eichenprozessionsspinner geht weiter

18.04.2012 Aktuelles
Viele Menschen sind gegen die haare des Eichenprozessionsspinners allergisch. Deshalb muss die Ausbreitung der Raupen in von Menschen stark frequentierten Gebieten eingedämmt werden.

In den vergangenen Jahren hat das Garten-, Friedhofs- und Forstamt gute Erfolge damit erzielt, dass es Eichen mit Neemöl bespritzt hat, einer für Mensch und die meisten Tiere ungefährlichen biologischen Bekämpfungsmethode. Sie schädigt ausschließlich die blatt- und knospenfressenden Raupen.

Auch in diesem Jahr werden rund 1850 einzeln stehende Eichen behandelt und zwar in den von Menschen hoch frequentierten Außenbereichen von Schulen, Schwimmbädern, Kindergärten sowie in Grün- und Sportanlagen. Bei trockener Witterung werden die Bäume zum Zeitpunkt des Blattaustriebes zwischen Ende April bis Anfang Mai behandelt.

Ausgebracht wird die wässrige Lösung von Neemöl mit einer Sprühkanone, die auf einem Fahrzeug montiert ist und die die zügige Behandlung selbst von höheren Bäumen ermöglicht. Unmittelbar nach der Behandlung kann man sich unter den Bäumen wieder aufhalten.

Es ist leider nicht immer möglich, durch eine einmalige Spritzung alle Raupen des Eichenprozessionsspinners zu beseitigen. In diesen Fällen werden die Gespinstnester durch Absaugen mit einem Spezialgerät beseitigt. Neben dem ausschließlich auf Eichen spezialisierten Eichenprozessionsspinner gibt es noch zahlreiche andere Raupen- und Mottenarten, die im Frühjahr andere Bäume und Sträucher kahlfressen. Deren Gespinste sind oft sehr auffällig, aber völlig harmlos und werden deshalb nicht beseitigt.

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Wärme liebendes Insekt und legt im Spätsommer als ein kleiner, unauffälliger, grauer Falter winzige Eier auf den Zweigen von Eichen ab. Aus diesen Eiern schlüpfen Ende April bis Anfang Mai des folgenden Jahres Jungraupen, die sich von den frisch ausgetriebenen Eichenblättern ernähren.

Bei massenhaftem Auftreten "prozessieren" die gesellig lebenden Raupen in wohlgeordneter Formation linienförmig über Äste und Zweige zu neuen "Fraßorten" und verursachen in den Eichen Schaden durch Kahlfraß der Knospen und Blätter. Aber auch Menschen können geschädigt werden und zwar durch allergische Reaktionen der Haut, die durch Brennhaare der älteren Raupen ausgelöst werden können.


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