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Ergebnisse der Bürgerbeteiligung zum Feuerbacher Schoch-Areal liegen vor

23.04.2012 Stadtplanung

Nach zwei Tagen Planungs- und Strategiewerkstatt konnten am Samstag, 21. April, die Ergebnisse der regen Bürgerbeteiligung zum Schoch-Areal in Feuerbach zusammengefasst werden.


Die wichtigsten Ergebnisse lauten: Die Form der Bebauung soll dem Planungsmotto "Tor zu Feuerbach" entsprechen und energetisch sowie innovativ auf dem neuesten Stand sein.

Bis zu 60 Prozent der Bebauung sind für Wohnungen bestimmt, der Rest für Handel, Gewerbe und Dienstleistungen. Bei den Wohnungen sind zehn Prozent für den sozialen Wohnungsbau vorgesehen, zehn für junge Familien, 40 für Miet- und 40 Prozent für Eigentumswohnungen.

Dabei sollen sich die Wohnformen möglichst durchmischen, verkehrsberuhigte Bereiche werden angestrebt. Im Umfeld muss die Kremser Straße beruhigt und eine gute Anbindung des zu erwartenden Verkehrs gewährleistet werden.

Im städtebaulichen Wettbewerb soll nochmals geprüft werden, ob das Eckgebäude an der Kremser- und Dornbirner Straße erhalten werden kann. Ein weiterer Bestandserhalt ist nicht machbar, dafür müssen umfassend Altlasten saniert werden.

Luftbild Schoch-Areal Geltungsbereich WettbewerbVergrößern
Luftbild des Schoch-Areals. Foto: Stadt Stuttgart

Bürgerbeteiligung stieß auf reges Interesse

Rund 40 Bürgerinnen und Bürger hatten sich für den Workshop, der vom Büro GRiPS geleitet wurde, in drei Arbeitgruppen aufgeteilt: "Städtebau und Modellquartier Schoch-Areal", "Nutzungen, Zielgruppen und Soziales" sowie "Umfeld und Erschließung".

Dort wurden die weiteren Entwicklungen des früheren Industrieareals aus Bürgersicht beraten und mit Hilfe von Fachleuten der Stadtverwaltung ausgearbeitet.
 
Die Stadt hatte bereits im Oktober 2011 einen Tag des offenen Schoch-Areals veranstaltet und alle Interessierten über die Chancen und Probleme einer Umnutzung der Industriebrache informiert. Die von der Stadtverwaltung angebotene Bürgerbeteiligung stieß auf ein reges Interesse: In zwei moderierten Gesprächsrunden äußerten die Bürger damals erste Vorschläge zum Umbau und zur weiteren Nutzung des Areals. Darüber hinaus konnten weitere Vorschläge noch bis Ende Oktober im Bezirksrathaus abgegeben werden. Diese ersten gesammelten Ideen dienten als Gesprächsgrundlage für die Planungswerkstatt, in der sie weiter konkretisiert und ausgearbeitet wurden.
 

Die Vorschläge aus der Bürgerbeteiligung besitzen für die beschließenden Gremien der Stadt Empfehlungscharakter und werden in die Ausschreibung des anschließenden städtebaulichen Wettbewerbs einfließen.

Die Verwaltung hat bereits Planungsbüros zu einem Wettbewerb eingeladen: Bei seinem Start am 25. Juli werden die Planungsunterlagen zusammen mit den Ergebnissen der Bürgerbeteiligung übergeben. Das Preisgericht tagt dann am 3. Dezember. 

 

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