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Von der Kita zum KiFaZ - erste Kinder- und Familienzentren im Aufbau

15.05.2012 Soziales
Der Aufbau der ersten Kinder- und Familienzentren in Stuttgart schreitet voran. Der Gemeinderat hat in den Haushaltsplanberatungen beschlossen, jährlich 500 000 Euro zu investieren. "Die Kinder- und Familienzentren sind ein viel versprechender Ansatz, weil sie die individuelle Förderung von Kindern und die Prävention mit Blick auf die ganze Familie verbinden", sagt Isabel Fezer, Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit.
Eine evangelische, zwei katholische und vier städtische Einrichtungen erhalten ab September 2012 eine jährliche Förderung. Je nach Größe der Einrichtung sind das zwischen 40 000 und 80 000 Euro.

Gefördert werden nur Einrichtungen, bei denen der Faktor Armut besonders ausgeprägt ist. Die Kitas müssen einen Mindestanteil an Kindern mit Bonuscard von 30 Prozent und zugleich eine Mindestanzahl von 30 Kindern mit Bonuscard aufweisen.

Weitere 15 Einrichtungen erhalten für zwei Jahre einen einmaligen Förderbetrag in geringerem Umfang von 20 000 Euro für den Einstieg in die praktische Arbeit mit Familien. Der Entwicklungsprozess der Kinder- und Familienzentren soll evaluiert werden. Das Jugendamt will außerdem einen Fachaustausch für alle beteiligten Träger organisieren.

Isabel Fezer: "Wir wollen die Einrichtungen bei der Umsetzung nicht allein lassen. Außerdem müssen wir bereits heute in die Zukunft blicken und fragen, wie wir den Ansatz qualitativ und quantitativ weiter voranbringen. Ich hoffe darauf, dass wir im nächsten Haushalt den zweiten Ausbauschritt machen werden."