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FamilienCard wird aufgewertet

18.05.2012 Soziales

Die FamilienCard wurde mit der Einführung des Bildungs- und Teilhabepaketes aufgewertet. Im Gegensatz zu anderen Kommunen können die gesetzlichen Teilhabeleistungen in Stuttgart mit der bereits eingeführten FamilienCard zur Verfügung gestellt werden.


Seit Juni 2011 wird die viele Jahre bestehende städtische Unterstützung für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre - das sogenannte kommunale Kindergeld in Höhe von 60 Euro pro Jahr - durch die gesetzliche Teilhabeleistung von 10 Euro pro Monat ergänzt. Von ihr profitieren Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre, deren Eltern Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Kinderzuschlag, Sozialhilfe oder Wohngeld beziehen.

"Ich freue mich, dass die FamilienCard nun noch mehr Möglichkeiten bietet", sagt Sozialbürgermeisterin Isabel Fezer.

Das FamilienCard-Guthaben und der jeweils für einen bestimmten Zeitraum bewilligte Teilhabebetrag werden in sogenannten Börsen auf die FamilienCard aufgebucht und verwaltet. Die mit maximal 180 Euro pro Jahr aufgeladene Karte steht als Zahlungsmittel für verschiedene Freizeit- und Bildungsangebote zur Verfügung. Über die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten der Freiwilligkeits- und der Teilhabeleistung informiert die 2011 neu aufgelegte Broschüre zur FamilienCard. Aktuell können Kinder und Jugendliche aus rund 2600 Angeboten auswählen, wofür sie die kommunale Freiwilligkeitsleistung beziehungsweise die Teilhabeleistung nutzen können.

Private und gewerbliche Anbieter waren bisher für das FamilienCard-Guthaben nicht zugelassen. Für die Teilhabeleistung sieht der Gesetzgeber jedoch auch private und gewerbliche Leistungsanbieter vor. Der Kreis der Anbieter wird daher künftig größer.

Rund 45 200 ausgegebene Karten wurden im Jahr 2011 ausgegeben. 81 Prozent davon wurden genutzt - fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Die Teilhabeleistungen wurden im Jahr 2011 mit 56 Prozent in Anspruch genommen.

Die neue FamilienCard-Broschüre, detaillierte Informationen im Internet und die geplante gesetzliche Ausweitung des Bewilligungszeitraums von sechs auf zwölf Monate will dazu motivieren, die Angebote der FamilienCard noch besser zu nutzen.


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