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Stuttgarter Delegation besucht Samara

05.06.2012 Aktuelles
Im Rahmen des 20-Jahre-Jubiläums besucht eine Stuttgarter Delegation vom 5. bis zum 10. Juni die russische Partnerstadt Samara.
Sie wird von der Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit, Isabel Fezer, geleitet.

Der Delegation gehören zahlreiche Vertreter der Gemeinderatsfraktionen von Bündnis90/Die Grünen, CDU, SPD sowie FDP, Freie Wähler und SÖS/Die Linke. Aus der Stadtverwaltung kommen Vertreter der städtischen Krankenhäuser, der Abteilung Außenbeziehungen und des Rechnungsprüfungsamts.

Dem städtischen Amt kommt eine wichtige Aufgabe und Ehrung zu. Es hatte in den vergangenen Jahren ein deutsch-russisches Projekt zur Korruptionsbekämpfung in Kommunen, Organisationen und Unternehmen auf den Weg gebracht und wird nun den Abschlussbericht in Buchform der Duma (Kommunalparlament) von Samara vorlegen.

 Weitere Vertreter der Stuttgarter Delegation kommen aus der Sportkreisjugend, der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde, dem Königin-Olga-Stift, der Stuttgarter Jugendhaus gGmbH, dem Renitenztheater und seinem Ensemble sowie der Stuttgarter Presse.

Voller Terminkalender
Der Terminkalender der Delegierten ist dementsprechend voll: Von Besuchen kommunaler Einrichtungen wie der Gymnasien Nummer 1 und 4, der Staatlichen Universität für Luft- und Raumfahrttechnik und der Staatlichen Universität Samara, der Kinderklinik Nummer 1 und des neuen Bahnhofs über die Besichtigung von Jugendzentren, des Generationenhauses Samara und Sportvereinen bis hin zu Visiten des Luft- und Raumfahrtmuseums, des Theaters Samarskaia Ploschtad und Konzerten spannt sich der thematisch weitläufige Bogen.

Der Generationentreff in Samara wurde durch eine Spende des Stuttgarter Gemeinderats ermöglicht. Die drei osteuropäischen Partnerstädte Brünn, Lodz und Samara erhielten im Rahmen des Projekts "Verständigung und Versöhnung mit ostdeutschen Partnerstädten" jeweils 256 000 Euro für soziale Zwecke.

Die russische Partnerstadt investierte das Geld in eine Begegnungsstätte, die sich am Beispiel der Stuttgarter Generationenhäuser orientiert.  Seit mittlerweile fast zehn Jahren werden dort traumatisierte Menschen betreut. Aber auch für Kinder und Senioren macht die Einrichtung Angebote wie Sport oder Malen.
 
Industrie und Raumfahrt
Verblüffend sind die vielen strukturellen Ähnlichkeiten zwischen Stuttgart und Samara. Beide sind die jeweils sechstgrößte Stadt ihres Landes - Samara allerdings mit 1,2 Millionen Einwohnern - und wichtige Zentren großer Industrie-, Wirtschafts- und Dienstleistungsunternehmen. Die Bereiche Luft- und Raumfahrt sowie Mobilität sind Schwerpunkte in beiden Städten.

Samara ist ein Zentrum der russischen Raumfahrt und Produktionsstätte der Sojus-Raketen. Auch die bekannte russische Automarke Lada wird in der Region produziert. Die Stadt war wegen der angesiedelten Schwerindustrie bis 1990 für Ausländer gesperrt.
 
Bereits in den 1970er-Jahren hatte der Stuttgarter Gemeinderat Interesse an einer russischen Partnerstadt bekundet, aber erst 1992 konnte der Vertrag mit Samara geschlossen werden. Beide Städte haben sich darin unter anderem verpflichtet, das gegenseitige Kennenlernen und den Austausch von Informationen und Meinungen zwischen den Menschen zu fördern.
 

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