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OB Schuster überreicht Christiane Lohkamp das Verdienstkreuz

10.07.2012 Ehrungen
Für ihr überdurchschnittliches ehrenamtliches Engagement zugunsten von Menschen, die von der Huntington-Krankheit betroffen sind, ist Christiane Lohkamp jetzt mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt worden.
Die Huntington Krankheit ist eine fortschreitend verlaufende Nervenkrankheit, zu deren Symptomen unkontrollierte Bewegungen von Armen, Beinen, Gesicht, Hals und Rumpf zählen. Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster hat die vom Bundespräsidenten verliehene Auszeichnung am Dienstag, 10. Juli, im Rathaus überreicht.

Christiane Lohkamp wurde 1941 in Stuttgart geboren. Die Diplom-Architektin engagiert sich seit 1986 in der Deutschen Huntington-Hilfe, der bundesweit agierenden Selbsthilfeorganisation für die Huntington-Krankheit.

Christiane Lohkamp war stellvertretende Vorsitzende und Vertreterin der Deutschen Selbsthilfegruppe in der International Huntington Association. Im Jahr 2000 wurde sie in beiden Organisationen zur Vorsitzenden gewählt und hatte diese Ämter bis 2008 inne. Sie trug außerdem zum Aufbau des Europäischen Huntington Netzwerkes bei, dessen Organisationsleiterin sie heute ist.

2001 wurde sie aufgrund eines Beschlusses des Bundeskabinetts in den Nationalen Ethikrat berufen, dem sie bis zu dessen Auflösung angehörte.

Daneben hat sich Christiane Lohkamp an verschiedenen Publikationen zum Thema Huntington-Krankheit beteiligt. Sie hat zudem international Aufklärungsarbeit zum Umgang mit genetischen Erkrankungen geleistet und an der Erarbeitung internationaler Richtlinien zur Durchführung einer genetischen Untersuchung mitgewirkt.