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Energieeffizienz: Runde Tische erarbeiten Maßnahmen zur Energieeinsparung - Wirtschaft und Bürger werden einbezogen

12.09.2012 Aktuelles
Vertreter der größten Unternehmen Stuttgarts treffen sich am Montag, 17. September, auf Einladung von Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster im Rathaus, um gemeinsam mit der Stadtverwaltung über Energiesparmaßnahmen in der Wirtschaft zu diskutieren.

Die Veranstaltung ist nur eine von vielen, die im Rahmen der Runden Tische "Energieeffizienz" in den kommenden zwei Jahren stattfinden werden. Ihr Ziel ist es, gemeinsam mit allen Akteuren in Stuttgart, den Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung und sparsamen Energieverwendung zu beschreiten

"Nur durch das Zusammenwirken aller Sektoren können die ehrgeizigen Ziele Stuttgarts erreicht werden. Bis zum Jahr 2020 soll der Energieverbrauch der Landeshauptstadt im Vergleich zu 1990 um 20 Prozent reduziert werden", erläutert Wolfgang Schuster zum Hintergrund der Runden Tische.

Konkrete Schritte für Wirtschaft und Stadt

Unter der Moderation von Dr. Jürgen Görres, Leiter der Abteilung Energiewirtschaft beim Amt für Umweltschutz, werden mögliche Einsparpotenziale bei Stromverbrauch und Heizenergie in den Unternehmen der Teilnehmer ermittelt, um daraus in einem weiteren Schritt konkrete Maßnahmen sowohl für die Firmen als auch für die Stadtverwaltung abzuleiten. Solche Partnerschaften mit kommunalen Akteuren sind laut Görres für die Zukunftsfähigkeit von Städten wesentlich, denn trotz der bereits erreichten Verbrauchsreduktion seit 1990 müsse bis 2020 noch einmal soviel gespart werden, um die 20-Prozent-Marke zu erreichen.

Sparen im Bestand

Diesem Ziel verschrieben haben sich auch die beiden Runden Tische, die schon vor den Sommerferien an den Start gingen.

Dabei haben sich am 13. Juli zunächst Unternehmen und Institutionen des Wohnsektors mit Experten der Stadt über Einsparpotenziale im Stuttgarter Gebäudebestand ausgetauscht. Zu den knapp 30 Teilnehmern zählten neben Umweltbürgermeister Matthias Hahn Vertreter von Wohnungsgesellschaften, Architektenkammer, Kreishandwerkerschaft, Mieterverein, Haus & Grund sowie von Forschungsinstituten und Beratungszentren. In insgesamt vier Arbeitskreisen wurden Einflussmöglichkeiten von Förderprogrammen und Altbausanierungen bis hin zu Nutzerschulungen diskutiert. Um diese Möglichkeiten weiter zu konkretisieren, wird der Dialog Anfang 2013 fortgesetzt.

Auch der Handel ist im Boot

Der Runde Tisch zum Thema "Handel" ist aus einem Erfahrungsaustausch zwischen City-Initiative Stuttgart und Amt für Umweltschutz entstanden. Energiefachleute verschiedener Kaufhäuser und Mitarbeiter der Abteilung Energiewirtschaft trafen sich dazu erstmals am 24. Juli. Im Fokus der Arbeit stehen Ideen zur Senkung des Stromverbrauchs für Beleuchtung, Fahrtreppen oder Klimaanlagen. Aber auch die energetische Gebäudesanierung wird unter die Lupe genommen. Die daraus entwickelten Sparmaßnahmen sollen bereits Ende 2013 umgesetzt sein. Parallel dazu will man erreichen, dass auch mittlere und kleine Handelsunternehmen von den Erfahrungen der Großbetriebe profitieren.

Darüber hinaus soll noch in diesem Jahr ein weiterer Arbeitskreis starten, der sich damit beschäftigt, wie die Bürger in die Energiewende einbezogen werden können.

Die Runden Tische sind Bestandteil des Projekts "SEE - Stadt mit Energieeffizienz", das die Landeshauptstadt beim Erreichen ihrer energiepolitischen Ziele unterstützt, indem es alle Bereiche berücksichtigt, die Energie verbrauchen. Die gewonnenen Erkenntnisse münden in ein Energiekonzept für die Gesamtstadt bis zum Jahr 2050.

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