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Depressionen nehmen stetig zu

28.09.2012 Gesundheit
Zum Welttag seelische Gesundheit am Mittwoch, 10. Oktober, weist das Gesundheitsamt auf die hohe und zunehmende Zahl von Depressionskranken hin: "Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen", so Dr. Dr. Hans-Otto Tropp, Leiter des Gesundheitsamtes Stuttgart.

"Rund 20 Prozent aller in Deutschland lebenden Menschen erkranken einmal in ihrem Leben daran. Während etwa 25 Prozent der erwachsenen Frauen betroffen sind, gilt dies nur für rund zehn Prozent der erwachsenen Männer."

In den vergangenen Jahren nehmen depressive Erkrankungen zu, vor allem bei jüngeren Menschen. Etwa die Hälfte aller Depressionen wird als solche erkannt, die Hälfte davon bleibt unbehandelt.

Durch Früherkennung können nicht nur Kosten reduziert werden, sondern auch individuelle und soziale Folgen gemildert werden. Eine frühzeitige Behandlung bedeutet auch, dass die Betroffenen psychiatrische Hilfsangebote, die in der Stadt Stuttgart wohnortnah angeboten werden, aufsuchen und ihr gewohntes Leben soweit wie möglich fortsetzen können. In Stuttgart steht ein breites Angebot für Menschen mit psychischen Erkrankungen bereit.

Detaillierte Angaben dazu finden sich im Wegweiser Psychiatrie Baden-Württemberg.

Die Angebote des Gemeindepsychiatrischen Verbundes werden immer aktuell in dem Faltblatt "Nicht mehr isoliert" zusammengefasst. Er ist erhältlich beim Gesundheitsamt. Ansprechpartnerin ist Heike Pedemonte, Telefon 216-59411, E-Mail heike.pedemonte@stuttgart.de.

Der Welttag seelische Gesundheit wurde 1992 von der World Federation for Mental Health (WFMH) ins Leben gerufen. Er findet jährlich am 10. Oktober statt, um auf die Belange von psychisch erkrankten Menschen aufmerksam zu machen und das Bewusstsein für die Bedeutung psychischer Gesundheit zu schärfen. Er soll nicht zuletzt dazu dienen, das Thema "seelische Gesundheit" in die Wahrnehmung einer breiten Öffentlichkeit zu rücken und einer Stigmatisierung von Menschen mit seelischer Erkrankung vorzubeugen.

Das Motto des Welttags für seelische Gesundheit 2012 lautet: "Depression - a global crises".

Die Zunahme psychischer Erkrankungen und insbesondere von Depressionen wird nicht nur in der Fachöffentlichkeit diskutiert. Nach Prognosen der Weltgesundheitsorganisation WHO werden sich Depression bis zum Jahr 2030 zu den häufigsten seelischen Erkrankungen in den Industrienationen entwickeln.