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Nach der Entscheidung des Rundfunkrats über die SWR-Orchester

01.10.2012 Kultur
Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (Stuttgart) und Dieter Salomon (Freiburg) erwarten vom SWR faires und transparentes Verfahren zum Orchesterstandort mit nachvollziehbaren Entscheidungskriterien

Nach der Entscheidung des SWR-Rundfunkrats zur Fusion der SWR-Orchester fordern die Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart, Dr. Wolfgang Schuster, und der Stadt Freiburg, Dr. Dieter Salomon, ein faires und transparentes Verfahren mit Beteiligung der Städte nach nachvollziehbaren Kriterien für die Standortentscheidung des mittelfristig verbleibenden Orchesters. 

In einem gemeinsamen Schreiben an SWR-Intendant Peter Boudgoust äußern die Oberbürgermeister die Erwartung, dass die Städte an der Entscheidungsfindung beteiligt werden, in welcher der beiden heutigen Sitzstädte das verbleibende oder ein fusioniertes Orchester auf Dauer seinen Sitz haben wird. Wörtlich heißt es: "Wir haben uns zu diesem gemeinsamen Vorgehen entschlossen, weil wir davon überzeugt sind, dass diese kulturpolitisch für beide Städte außerordentlich wichtige Standortfrage nicht allein im SWR zu entscheiden ist, sondern eines fairen und transparenten Prozesses unter Beteiligung der Städte bedarf". Deshalb wollen Stuttgart und Freiburg vermeiden, dass in der Standortfrage die Interessen der Städte gegeneinander ausgespielt werden. Vielmehr streben die Oberbürgermeister ein faires Verfahren an, an dessen Ende es keine Sieger und Verlierern geben wird, sondern eine gerechte und von allen zu akzeptierende Lösung stehen wird.

Als nächsten Schritt regen Wolfgang Schuster und Dieter Salomon zeitnah die Bildung eines Gremiums an, in dem Standortkriterien entwickelt und definiert werden.

In ihrem Schreiben an den SWR-Intendanten bedauern beide Oberbürgermeister ausdrücklich die Festlegung des Rundfunkrats für eine Verschmelzung des SWR-Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg und des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart. In den Gesprächen mit dem Intendanten hatten die Städte um mehr Zeit gebeten, um in den Gremien mögliche Alternativmodelle einer Beteiligung diskutieren und ggf. entscheiden zu können. Um so wichtiger ist aus der Sicht der beiden möglichen Sitzstädte jetzt ein faires und transparentes Verfahren unter Beteiligung beider Städte.

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Das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart