"Zeit für Zuwendung": Stadt setzt auf bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf
Aktuell beziehen etwa 2,5 Millionen Menschen deutschlandweit Leistungen aus der Pflegeversicherung. Mehr als zwei Drittel von ihnen werden zu Hause durch Angehörige oder ambulante Dienste versorgt. Im Jahr 2050 werden fast doppelt so viele Menschen auf Hilfe angewiesen sein. Gleichzeitig sinkt der Anteil erwerbsfähiger Menschen um ein Drittel. Diese Zahlen hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ermittelt.
Bürgermeister Wölfle: "Auf diese Entwicklung muss die Stadtverwaltung eingehen. Die Pflege von Angehörigen ist nicht planbar. Zudem belastet sie die Betroffenen emotional, zeitlich und oft auch körperlich. Die Stadtverwaltung möchte es ihren Mitarbeitern ermöglichen, Pflege und Beruf unter einen Hut zu bringen."
Wölfle weiter: "Der aktuelle Personalbericht unterstreicht eindrücklich, dass wir als Stadtverwaltung aktiv werden müssen. Immer mehr Mitarbeiter müssen sich mit dem Thema Pflege von Angehörigen auseinandersetzen." So sind 62 Prozent der städtischen Beschäftigten weiblich, davon sind 69 Prozent über 40 Jahre alt. "Vorwiegend Frauen übernehmen oder organisieren die Pflege. Deswegen haben wir zusammen mit dem Bürgerservice Leben im Alter, dem Eigenbetrieb Leben und Wohnen und dem Stuttgarter Klinikum das Konzept entwickelt. Das Wichtigste für mich ist: Es liefert maßgeschneiderte Ansätze für die unterschiedlichen Bedürfnisse unsere Mitarbeiter", so Wölfle.

