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Ursula Marx wird Behindertenbeauftragte der Landeshauptstadt

26.10.2012 Verwaltung
Ursula Marx nimmt am 1. November ihren Dienst als städtische Beauftragte für Menschen mit Behinderung auf. Sie ist als ehrenamtliche Ombudsfrau deren erste Ansprechpartnerin.

Die ehemalige Stadträtin hält Kontakt zu Betroffenen, Verbänden, Organisationen, öffentlichen Institutionen oder Einrichtungen. Ursula Marx soll helfen, die Integration und selbstbestimmte Lebensführung von Menschen mit Behinderungen zu fördern. Dazu vertritt sie deren Interessen in der Zusammenarbeit mit Bürgern, Arbeitgebern, Vereinen und Organisationen, den Sozialverbänden, der Stadtverwaltung sowie dem Sozialministerium Baden Württemberg.

Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster: "Ein Schwerpunkt meiner Arbeit ist die soziale Nachhaltigkeit. Ich möchte die Grundlagen schaffen, dass sich alle Bürger gleichermaßen verwirklichen können. Wir haben einen ethischen Auftrag, dass sich ungleiche Startbedingungen von Menschen nicht negativ auf ihre Lebensplanung und -entwicklung auswirken." In Stuttgart leben heute rund 40.000 Menschen, die zu 50 Prozent oder mehr behindert sind. OB Schuster weiter: "Für sie alle ist Frau Marx fortan eine Person des Vertrauens, die sich für sie stark machen wird. Wichtig dabei ist: Ursula Marx kennt die Arbeit des Gemeinderats und der Stadtverwaltung ausgesprochen gut."

Sozialbürgermeisterin Isabel Fezer ergänzt: "Es freut mich, dass ich Frau Marx für diese Aufgabe gewinnen konnte. Sie wird sich einbringen, wenn es darum geht, die Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu fördern. Ich danke dem Gemeinderat für sein deutliches Signal, wie wichtig ihm die Anliegen von Menschen mit Behinderung sind."

Der Gemeinderat hatte in den letzten Haushaltsberatungen beschlossen, eine Stabsstelle im Referat Soziales, Jugend und Gesundheit einzurichten. Von 2008 bis 2011 war der Leiter des Gesundheitsamts, Dr. Dr. Hans-Otto Tropp, Beauftragter für Menschen mit Behinderung, seither interimsweise der Leiter des Sozialamts, Walter Tattermusch.

Ursula Marx war 15 Jahre im Stuttgarter Gemeinderat, davon zwölf Jahre als Co-Vorsitzende der Gemeinderatsfraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN. Sie sagt: "Ich werde mit Beharrlichkeit, aber auch Einfühlungsvermögen an diese Aufgabe herangehen. Dabei werde ich meine vielfältige Erfahrung über die Wege in die Verwaltung und Politik für die Belange von Menschen mit Behinderungen einsetzen." Sie sieht sich als Ansprechpartnerin für Menschen mit allen Behinderungsformen und als Sprachrohr für die Menschen, die sich nicht selber äußern können oder wollen. Ursula Marx sagt: "Zudem werde ich mich einmischen, wenn es um die Umsetzung der Forderungen der UN-Behindertenrechtskonvention geht und meinen Beitrag dazu leisten, dass Inklusion in Stuttgart gelebt wird."

Die Behindertenbeauftragte wird regelmäßige Sprechstunden immer mittwochs von 9 bis 12 Uhr oder nach vorheriger Vereinbarung im Stuttgarter Rathaus, 1. Stock, Zimmer 144, abhalten. Für ihre Arbeit erhält Ursula Marx eine Aufwandsentschädigung. Bei ihrer Arbeit wird sie durch eine hauptamtliche Verwaltungsmitarbeiterin unterstützt.
Am Freitag, 9. November, findet von 15 bis 17 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses eine Veranstaltung zur Amtseinführung von Ursula Marx statt.

Frau Marx ist künftig erreichbar unter Tel. 0711 / 216 60 6 80 oder per E-Mail ursula.marx@stuttgart.de

Hinweis:
Im städtischen Fotokanal (http://www.flickr.com/photos/stadt_stuttgart/) finden Sie Porträtbilder von Ursula Marx in druckfähiger Auflösung.