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Kultur im Dialog geht weiter

06.11.2012 Kultur
"Kultur im Dialog", ein gemeinsames Forum der Kulturschaffenden und Kulturinteressierten in der Stadt, nimmt mit der öffentlichen Präsentation des Zwischenberichts am Samstag, 24. November, von 10 bis 16 Uhr im Max-Bense-Forum der Stadtbibliothek am Mailänder Platz wieder Fahrt auf.
Zu dieser Präsentation laden die kulturpolitischen Sprecher der Fraktionen des Gemeinderats, die Sachkundigen Bürgerinnen und Bürger im Ausschuss für Kultur und Medien, die Bürgerstiftung Stuttgart und das Kulturamt ein. Um eine Anmeldung per E-Mail an sabine.vogel-schuster@stuttgart.de wird gebeten.

Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster begrüßt die Gäste. Nach der Präsentation des Zwischenberichts werden die künftigen Prozessschritte skizziert, am Nachmittag schließen thematische Workshops an. Nach einer Phase der unsicheren Finanzierung sendet der Steuerungskreis von "Kultur im Dialog", in dem Kulturpolitik, Kulturverwaltung, Bürgerstiftung und sachkundige Bürgerinnen und Bürger vertreten sind, damit ein eindeutiges Signal für die Fortsetzung des Dialogs.

Gemeinsam mit dem Gemeinderat, mit Kulturschaffenden und den Einwohnern Stuttgarts werden im Dialog kulturelle Leitlinien für die Stadt Stuttgart entwickelt. "Kultur im Dialog" entstand als Reaktion auf angekündigte Kürzungen im Kulturhaushalt 2009. Es begann mit der "Stuttgart Art Parade". Es war die größte derartige Kunstaktion in der Stadtgeschichte. Mehr als 150 Institutionen aller Kunstgattungen unterstützten die Initiative und schlossen sich mit hunderten von Kunstfreunden dem bunten Zug aus Künstlern, Musikern, Schau- und Puppenspielern an.

Mit Transparenten, Plakaten, Schirmen und Maskeraden versammelten sich schließlich rund 3000 Menschen vor dem Rathaus, wo Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster persönlich den "Stuttgarter Appell" entgegennahm. Der Appell plädiert für den Erhalt und die Stärkung der vielfältigen Stuttgarter Kultur und warnt vor den langfristigen Schäden durch Kürzungen im Kulturhaushalt.

Der Gemeinderat schuf im Januar 2011 mit einem einstimmigen Beschluss die verbindliche Grundlage für "Kultur im Dialog". Die Initiative der sachkundigen Bürgerinnen und Bürger im Ausschuss für Kultur und Medien wurde ausdrücklich begrüßt. Die Bürgerstiftung Stuttgart hat die Konzeption und Moderation des Prozesses in Abstimmung mit der Vertretern der Kulturpolitik, der Kulturverwaltung und der sachkundigen Bürger übernommen. Gemeinsam bilden diese den Steuerungskreis.

"Kultur im Dialog" startete Anfang Juli 2011 mit einem ganztägigen Eröffnungskongress im Stuttgarter Rathaus und wurde durch eine intensive Arbeitsgruppenphase fortgesetzt. Diese endete im März 2012 mit der Redaktion des Zwischenberichts.

Da es zunächst nicht gelungen war, die für die Fortführung des Prozesses notwendigen Mittel im städtischen Haushalt bereitzustellen, musste "Kultur im Dialog" eine längere Pause einlegen. Die geplante Präsentation des Zwischenberichts wurde verschoben.

Im Steuerungskreis ist Ende Oktober erneut das Startsignal gegeben worden. Der Prozess geht weiter. Man war sich einig, "Kultur im Dialog" in angepasster Form auch mit begrenzten Mitteln fortzuführen und spätestens bis Juli 2013 erfolgreich abzuschließen.