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Unternehmensbefragung: Betriebliche Kinderbetreuung gegen Fachkräftemangel

14.11.2012 Kinder/Jugend
Viele Stuttgarter Unternehmen würden gerne eine betriebliche Kinderbetreuung anbieten. Vor allem für klein- und mittelständische Firmen ist das eine Herausforderung.
Sie wünschen sich Beratung und Unterstützung durch die Stadt. Das ist eines der Ergebnisse einer Unternehmensbefragung zum Ausbaupotenzial betrieblicher Kinderbetreuungsangebote in Stuttgart, die die Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt durchgeführt hat.

Familienfreundliche Unternehmen

Familienfreundlichkeit wird in Unternehmen zunehmend groß geschrieben. Gerade im Hinblick auf den Fachkräftemangel ist es wichtig, jungen Menschen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern.

Dabei stellen mehr und mehr Unternehmen den Mehrwert betrieblicher Kinderbetreuung fest. Betriebe können dies gezielt als Instrument einsetzen, um qualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen anzuwerben, zu halten und sich von Wettbewerbern im "war for talents" abzuheben.

Vorteile der betrieblichen Betreuung

Einige Stuttgarter Unternehmen haben die Vorteile betrieblicher Kinderbetreuung bereits für sich erkannt. So gibt es in der Landeshauptstadt fast 30 Betriebskindertagesstätten. Ob andere Stuttgarter Unternehmen ebenso Potenzial in betrieblicher Kinderbetreuung sehen, hat die Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart in einer Befragung erhoben. Beteiligt haben sich rund 140 Unternehmen.

Rund der Hälfte der Befragten, die noch keine betriebliche Kinderbetreuung anbieten, ist es ein Anliegen, dies künftig zu tun. Hierbei ist das beliebteste Modell - insbesondere für kleinere Unternehmen - die Buchung von Belegplätzen.

90 Prozent der Unternehmen können sich dies künftig als Form betrieblicher Kinderbetreuung vorstellen. 35 Prozent der Befragten ziehen eine Kooperation mit einem anderen Betrieb in Erwägung oder möchten einen externen Dienstleister als Betreiber der Einrichtung beauftragen.

Welche Modelle taugen was?

Ziel der Befragung war es, zu erfahren, welche Modelle betrieblicher Kinderbetreuung in Betracht gezogen werden und welche positiven Effekte Unternehmen durch das Angebot einer solchen Serviceleistung erwarten.

Um außerdem einen Impuls für ein künftiges Beratungs- und Unterstützungsangebot zu erhalten, wurden die Unternehmen anhand von konkreten Aspekten gefragt, welche Schwierigkeiten sie beim Ausbau betrieblicher Kinderbetreuung sehen.

"Es hat sich herausgestellt, dass es der Hälfte der Befragten - unabhängig von der Größe - ein Anliegen ist, betriebliche Kinderbetreuung anzubieten. Die Komplexität des Themas macht die Realisierung jedoch insbesondere für klein- und mittelständische Unternehmen zu einer Herausforderung. Eine auffallend hohe Mehrheit wünscht sich ein umfangreicheres Beratungs- und Unterstützungsangebot bei der Stadt", fasst die Leiterin der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart, Ines Aufrecht, zusammen.


Weitere Ergebnisse der Befragung sind unter www.stuttgart.de/kinderbetreuung nachzulesen.


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