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Dauerzählstelle liefert erste Erkenntnisse über Radverkehr

15.11.2012 Verkehr/Mobilität
Seit Juni sind im Bereich des Radweges Rampe König-Karl-Brücke / Mineralbad Leuze sogenannte "Zählschleifen" als Dauerzählstelle im Radweg eingebaut.
Sie messen über den gesamten Querschnitt die Radverkehrsmengen, die von der Stadtmitte nach Bad Cannstatt und umgekehrt unterwegs sind.

Die ermittelten Zähldaten liefern wichtige Erkenntnisse zum Fahrradverkehr in Stuttgart. Jahreszeitliche, witterungstechnische und tageszeitliche Unterschiede sowie Tagesganglinien liefern Datengrundlagen für die Radverkehrsplanung.

Spitzenwert: Fast 4400 Radler pro Tag

Bis Ende Oktober waren über 360 000 Radfahrer, im Durchschnitt 2633 Radler pro Tag, in diesem Bereich unterwegs. Die Messungen haben einen Maximalwert von 4393 Radfahrern pro Tag ergeben.

Dieser wurde an einem schönen Sonntag (9. September) gezählt. Bei außerordentlich schlechtem Wetter am 27. Oktober waren immerhin noch 262 Radfahrer unterwegs.

Pendler morgens und abends

Analog zum Autoverkehr sind auch beim Radverkehr in der Rush-Hour die meisten Radler unterwegs. Morgens zwischen 7 und 9 Uhr sind es im Durchschnitt 160 Radfahrer pro Stunde, abends zwischen 17 und 18 Uhr im Durchschnitt 280. Höhere Werte am Nachmittag sind vermutlich auf zusätzlichen Freizeitverkehr zurückzuführen.

Manuelle Zählungen zur Überprüfung der Angaben der Pilotanlagen haben eine gute Übereinstimmung mit den Messungen ergeben, so dass weitere Anlagen dieser Art in Stuttgart vorgesehen sind.

Diese werden im Zuge des weiteren Ausbaus des Hauptradroutennetzes realisiert, um kontinuierliche Daten in markanten Querschnitten zu erfassen.

Stadt zählt und zahlt

Bisher haben in Baden-Württemberg die Städte Freiburg, Karlsruhe, Mannheim und Offenburg solche Dauerzählstellen. Sie wurden vom Land Baden-Württemberg finanziert, nachdem diese Städte die Auszeichnung "fahrradfreundliche Kommune" bekommen hatten. Die Stadt Stuttgart hat ihre Dauerzählstelle selber finanziert.


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