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OB Kuhn: "Stuttgarts Landwirte brauchen eine Perspektive" - Rede vor der Mitgliederversammlung des Bauernverbands Stuttgart

21.02.2013 Aktuelles
Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat den Landwirten in Stuttgart zugesichert, äußerst sorgsam und sparsam mit dem Verbrauch von Flächen umzugehen. "Beim Wohnungsbau oder der Gewerbeansiedlung wird es nicht die Regelantwort geben: Dann gehen wir auf den Acker", sagte Kuhn am Mittwoch, 20. Februar, vor der Mitgliederversammlung des Bauernverbands Stuttgart.
Priorität solle der Erhalt von landwirtschaftlich genutzten Flächen haben. "Landwirtschaft braucht eine Perspektive", fügte Kuhn hinzu und weiter: "Ich möchte der Oberbürgermeister einer Stadt sein, in der es Landwirtschaft gibt, damit die Menschen noch einen Erlebniszusammenhang haben können, wo und wie ihre Nahrung hergestellt wird." Er wolle sich auch dafür einsetzen, dass in den Kantinen der Stadt regionale Produkte verwendet werden. Der Anfang sei bereits gemacht. Kuhn: "Die Stabilisierung der Landwirtschaft in Stuttgart und der Region findet in den Kantinen statt, nicht nur in den städtischen."

Der Oberbürgermeister sagte, er sei "spontan und gern" der Einladung des Bauernverbands gefolgt. "Ich will damit zeigen, welche Bedeutung Landwirtschaft in Stuttgart für mich hat". Kuhn sprach von der Doppelfunktion, nämlich zum einen Lebensmittel zu produzieren, zum anderen aber wesentlich zum Erhalt der Kulturlandschaft beizutragen. Das sollten alle Bürgerinnen und Bürger Stuttgarts achten, wenn sie in der Natur unterwegs sind. Auf der Gemarkung Stuttgarts gibt es rund 200 landwirtschaftliche Betriebe, knapp zwei Drittel davon im Haupterwerb. Etwa 23 Prozent der Gesamtfläche wird landwirtschaftlich genutzt, weitere 24 Prozent sind bewaldet.