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Spende für krebskranke Kinder

26.02.2013 Gesundheit
Der Stuttgarter Förderkreis krebskranke Kinder e.V. finanziert für die nächsten zwei Jahre zwei zusätzliche Pflegekräfte für die Kinderkrebsstation K1 im Olgahospital. Der Vorsitzende des Förderkreises, Professor Dr. Stefan Nägele, hat die Spende am Dienstag, 26. Februar, an den Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung und Krankenhäuser, Werner Wölfle, und den Geschäftsführer des Klinikums Stuttgart, Dr. Ralf-Michael Schmitz, überreicht.

Nägele sagte, es sei dem Verein ein großes Anliegen, dass die pflegerische Betreuung der Kinder und Jugendlichen der Station K1 mit einem hochqualifizierten und motivierten Pflegeteam sichergestellt werde. "Kinder und Jugendliche, die mit dieser Krankheit zu kämpfen haben, sollen bestmöglich betreut werden."

Die beiden zusätzlichen Pflegekräfte tragen dazu bei, die für krebskranke Kinder besonders personalintensive Versorgung und Betreuung weiter zu verbessern. Bürgermeister Wölfle dankte dem Förderkreis für die großzügige Spende. "Gerade in einem Kinderkrankenhaus der Maximalversorgung wie dem Olgahospital sind die diagnosebezogenen Fallpauschalen, nach denen die Leistungen vergütet werden, nicht auskömmlich." Dies zeige sich auch bei der Versorgung schwerstkranker Kinder und Jugendlicher wie in der Kinderonkologie des Olgahospitals, wobei gerade hier auch eine intensive Betreuung der Eltern und Angehörigen für Behandlung und Krankheitsverlauf eine wichtige Rolle spiele. "Wir sind daher dem Förderkreis krebskranke Kinder sehr dankbar, der seit vielen Jahren mit großem Engagement unsere kleinen Patienten und deren Angehörige erfolgreich und großzügig unterstützt."

Der Geschäftsführer des Klinikums Stuttgart, Dr. Ralf-Michael Schmitz, machte deutlich, dass für die Patientenversorgung nur das Geld ausgegeben werden könne, das die Krankenkassen zur Verfügung stellten. Dies decke aber die tatsächlichen Kosten vor allem hoch spezialisierter Krankenhäuser wie dem Olgahospital bei Weitem nicht ab. "Nicht von ungefähr haben dieser Tage die Deutsche Krankenhausgesellschaft und weitere Krankenhausverbände wie die Arbeitsgemeinschaft Kommunaler Großkrankenhäuser Initiativen gestartet, bei der es um die ausreichende Finanzierung und Sicherstellung einer hochmodernen Krankenversorgung für die Zukunft geht. Auch das Klinikum Stuttgart beteiligt sich." Denn vieles, was heute zu einer optimalen und menschlichen Patientenversorgung im Krankenhaus gehöre, sei heute vor allem auch im Olgahospital ohne die Unterstützung der Fördervereine nicht möglich.
Der Förderkreis krebskranke Kinder hilft seit 30 Jahren unbürokratisch und schnell Familien mit krebskranken Kindern mit finanzieller Unterstützung, bedarfsgerechten Hilfsmitteln, Ausflügen und Aktionen für Geschwisterkinder sowie der Förderung medizinischer Projekte.

Mit dem Blauen Haus bietet der Verein zudem Familien krebskranker Kinder ein Zuhause auf Zeit, in dem Eltern und Geschwister während der Behandlung der jungen Patienten in unmittelbarer Nähe zum Olgahospital wohnen und Kraft tanken können.