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Dank Vorsorge mehr gesunde Gebisse

26.02.2013 Gesundheit
Das Stuttgarter Konzept zur Zahngesundheit ist überaus erfolgreich. Dies zeigen die Ergebnisse der Untersuchungen im Schuljahr 2011/2012, die dem Sozial- und Gesundheitsausschuss am Montag, 25. Februar, vorgestellt wurden.

Ein Vergleich der aktuellen Zahlen mit dem Schuljahr 1991/1992 ergibt, dass der Anteil naturgesunder Milchgebisse bei den untersuchten Kindern in Stuttgarter Kindertageseinrichtungen von 57 auf 78 Prozent zugenommen hat.

Noch deutlicher fällt die Verbesserung bei bleibenden Gebissen von Stuttgarter Grundschülern aus: Während 1992/1993 bei nur 66 Prozent der untersuchten Grundschüler naturgesunde Gebisse festgestellt wurden, lag dieser Anteil im Schuljahr 2011/2012 bei 92 Prozent. Bei Stuttgarter Förderschülern hat sich der Anteil der Schüler mit gesunden bleibenden Gebissen von 38 im Jahr 1994/1995 auf heute mit 84 Prozent mehr als verdoppelt.

Insgesamt nahmen im Schuljahr 2011/2012 rund 16 700 Kinder und Jugendliche an den Vorsorgeuntersuchungen durch die Zahnärztinnen und Zahnärzte des Gesundheitsamtes teil. Zusätzlich wurden mehr als 9600 Kindergarten- und Schulkinder im Rahmen spezifischer Prophylaxeprogramme betreut, von denen wiederum rund 1.100 Schüler mit vorbeugend mit Fluorid behandelt werden konnten. Individuelle Beratungsangebote wurden von 1500 Müttern und Vätern genutzt. Im Schuljahr 2011/2012 wurden somit 46 Prozent aller Kindergartenkinder, 51 Prozent aller Grundschüler sowie 80 Prozent aller Sonderschüler mit Präventionsangeboten erreicht.

Die Auswertungen ergeben eine deutliche Verbesserung der Zahngesundheit. Insbesondere Karies-Risikogruppen, die konsequent in spezifische Karies-Prophylaxe-Programme eingebunden waren, konnten überdurchschnittlich von den durchgeführten Maßnahmen profitieren.

Die Gründe für den großen Erfolg der durchgeführten Maßnahmen liegen nach Einschätzung der Abteilung Kinder-, Jugend- und Zahngesundheit, Soziale Dienste, in der aufsuchenden und niederschwelligen Arbeit sowie in der Beständigkeit der Maßnahmen.

Die Ergebnisse sprechen dafür, dass die kontinuierlich vorgenommenen zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen und die Karies-Prophylaxe-Programme in Kindertageseinrichtungen und Schulen, insbesondere in sogenannten Risikoeinrichtungen, sinnvoll und notwendig sind. In Stuttgart sind sie außerdem als Baustein eines ganzheitlich orientierten Gesamtkonzepts zu sehen.

Die Zahngesundheit von Kindern und Jugendlichen ist seit langem ein wichtiges Anliegen des städtischen Gesundheitsamts. Bereits im Jahr 1909 wurde die Schulzahnklinik in der Weimarstraße 30 eröffnet. Aus dieser Struktur ging das heutige Sachgebiet Zahngesundheit der Abteilung Kinder-, Jugend- und Zahngesundheit, Soziale Dienste hervor. Die im Jahr 1986 gegründete Stuttgarter Arbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege, als eine Kooperation der gesetzlichen Krankenkassen, der Zahnärzteschaft und dem Gesundheitsamt der Stadt Stuttgart, fand darin ihren festen Platz.

Das Ziel beider ist die Erhaltung und Förderung der Zahngesundheit bei Stuttgarter Kindern und Jugendlichen.

Auf dieser Basis werden die Maßnahmen zur Verhütung von Zahnerkrankungen angeboten. Diese umfassen überwiegend zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen und die Durchführung von Karies-Prophylaxe-Programmen in Stuttgarter Kindertageseinrichtungen und Schulen sowie die fachliche Beratung und Information vor allem der Eltern, aber auch der Erzieherinnen und Erzieher und der Lehrkräfte.