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Tag der gesunden Ernährung

05.03.2013 Gesundheit
Der Tag der gesunden Ernährung am Donnerstag, 7. März, steht unter dem Motto "Essen und Trinken in Schule und Kita". Aus diesem Anlass macht das Gesundheitsamt darauf aufmerksam, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung für die Entwicklung der Kinder ist.
Immer mehr Kinder essen in der Kita oder in der Schule zu Mittag. Ein Ziel ist es, das Essen nicht als Stress und Belastung, sondern als lustvolle, sinnliche und an Bildungsthemen reiche Situation zu erleben. Hier wird geteilt, kommuniziert, probiert und ein wertschätzender Umgang mit anderen geübt.

In der Schulverpflegung kann ein Bezug zu vielfältigen Unterrichtsthemen hergestellt und die soziale Entwicklung unterstützt werden. Außer-Haus-Verpflegung kann die Ernährung in den Familien gut ergänzen, insbesondere wenn in der Familie eine ausgewogene Ernährung nicht immer gewährleistet ist. "Schulessen und Essen in der Kindertageseinrichtung muss mehr sein als möglichst kostengünstig Hunger und Durst zu stillen", sagt Dr. Dr. Hans-Otto Tropp, Leiter des Stuttgarter Gesundheitsamtes.
Zwei bis drei Euro kostet an vielen Schulen ein warmes Mittagessen. Zieht man Mehrwertsteuer, Kosten für Personal, Strom und Transport ab, dann bleiben noch rund 50 Cent für die Lebensmittelzutaten. Ohne die städtische Bezuschussung wäre eine angemessene Schulverpflegung gar nicht möglich.

Es ist dabei nicht einfach, alle Anforderungen und Wünsche unter einen Hut zu bringen. Das Angebot muss bei Kindern und Jugendlichen ankommen und gleichzeitig dem entsprechen, was ernährungswissenschaftlich wünschenswert ist. Das Ringen lohnt sich, denn gute Schulverpflegung fördert die Gesundheit. "Gut ernährte Kinder lernen nachweislich besser und erbringen bessere Leistungen. Gutes Essen hat nicht zuletzt Einfluss auf das Sozialverhalten und auf die soziale Gemeinschaft", sagt die Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit, Isabel Fezer.

"Positiv erlebte gemeinsame Mahlzeiten fördern die Identifikation mit der Einrichtung und die sozialen Beziehungen zwischen Kindern und Erziehern sowie zwischen Schülern und Lehrern", so Tropp. "Deswegen sollten alle Beteiligten sich mitgestaltend einmischen."