Presse
  •  

Frösche und Kröten haben Vorfahrt

20.03.2013 Umwelt
Die Zeit der Krötenwanderung steht bevor. In Nächten mit starken Wanderbewegungen werden die Straßen Bachhalde und Blankensteinstraße im Naturschutzgebiet "Unteres Feuerbachtal" gesperrt. Die Stadt führt die Sperrung in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Naturschutz Mühlhausen und dem Busunternehmen Knisel durch.
Wenn im Frühling die Nächte mild und regnerisch werden, wandern Kröten, Frösche und Molche wieder zu Tausenden aus den Winterquartieren zu ihren Laichgewässern. Dabei müssen sie häufig Straßen überqueren. Viele von ihnen erreichen ihr Ziel leider nicht und enden überfahren auf den Straßen. Um dies zu vermeiden, gibt es im Naturschutzgebiet Unteres Feuerbacher Tal eine Sonderregelung zum Schutz der wandernden Amphibienarten.

Neben der Erdkröte zählen auch andere Arten wie Grasfrosch, Bergmolch oder Feuersalamander zu den Traditionslaichern, die in jedem Frühjahr meist zu den Gewässern aufbrechen, in denen sie auf die Welt kamen, um dort selbst für Nachwuchs zu sorgen.

Im Naturschutzgebiet "Feuerbacher Tal mit Hangwäldern und Umgebung" leben Erdkröte, Grasfrosch sowie Teich- und Bergmolch, die über die Bachhalde im Stadtbezirk Mühlhausen und über die Blankensteinstraße in Zazenhausen zu ihren Laichgewässern im Feuerbachtal und im ehemaligen Steinbruch Wenninger wandern.

Die Stadt organisiert im Frühjahr temporäre Sperrungen der genannten Vorbehaltsstraßen in Nächten, in denen bei einsetzender Dunkelheit mit Temperaturen über sechs Grad Celsius und Regen mit stärkeren Wanderungen zu rechnen ist. In den Monaten der Wanderung, in der Regel März und April, ist mit bis zu 15 Wanderungstagen zu rechnen.

An den Tagen der Krötenwanderung ist das Feuerbacher Tal nachts für den gesamten Verkehr gesperrt. Die Busse der Linie 401 wenden an diesen Tagen an der Haltestelle Steigle. Die Haltestellen Mühlhausen, Bachhalde und Schloss werden nicht bedient.