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OB Kuhn: Ruf von Stuttgart als Theaterstadt gefährdet

28.03.2013 Kultur
Kulturbürgermeisterin Eisenmann: Land muss personelle und organisatorische Konsequenzen ziehen

Oberbürgermeister Fritz Kuhn sorgt sich um den guten Ruf von Stuttgart als Theaterstadt. Kuhn sagte am Donnerstag, 28. März: "Wir als Stadt haben nicht die bauausführende Verantwortung für das Desaster bei der Sanierung des Schauspielhauses. Ich erwarte von Landesfinanzminister Nils Schmid einen Vorschlag, wie er die Probleme zeitnah lösen will."
Die Hochbauverwaltung des Landes und damit die alleinige Bauaufsicht auch für die Staatstheater ist beim Finanzministerium angesiedelt. "Der auch überregional gute Ruf der Theaterstadt Stuttgart darf nicht weiter durch die nicht funktionierende Bauaufsicht des Landes beschädigt werden", ergänzte Kuhn.

Kulturbürgermeisterin Susanne Eisenmann beklagte, die Sanierung des Schauspielhauses gehe inzwischen ins vierte Jahr. "Dies ist aus Sicht der Stadt eine desaströse Entwicklung." Gleichfalls sei dies für den Theaterstandort Baden-Württemberg eine Katastrophe. "Die Landeshauptstadt Stuttgart fordert deshalb das für den Bau allein verantwortliche Finanzministerium auf, die Hintergründe für diese Entwicklung endlich konsequent aufzuarbeiten und die erforderlichen personellen und organisatorischen Konsequenzen zu ziehen", erklärte Eisenmann.

Oberbürgermeister Kuhn würdigte den scheidenden Intendanten Hasko Weber und sein Ensemble. "Sie haben hervorragende Arbeit geleistet und das Stuttgarter Schauspiel bundesweit glänzend positioniert." Dass die Intendanz von Hasko Weber nun so ende, sei in höchstem Maße bedauerlich. Kuhn: "Das haben Hasko Weber und sein Ensemble nicht verdient."