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Bürgerforum zum Planungsstand Olga-Areal

22.04.2013 Bürgerengagement
Zum Start des Bebauungsplanverfahrens zum Olga-Areal laden die Stadt Stuttgart und die Projektgruppe Olgäle2012 e.V. interessierte Bürgerinnen und Bürger ein, sich über den Planungsstand zum künftigen Wohnquartier zu informieren. Der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Matthias Hahn, eröffnet das Bürgerforum am Dienstag, 7. Mai, um 18 Uhr im Bürgerzentrum West, Bebelstraße 22.
Hahn wird die Ziele des Bürgerforums und den Planungsprozess darstellen. Es folgen kurze Fachvorträge, danach können sich die Bürger an Ständen informieren, Fragen stellen und ihre Anregungen und Ideen einbringen. Die Anregungen fließen in den weiteren Planungsprozess und die Gremienberatung zum Bebauungsplanverfahren ein.

Um eine Anmeldung wird gebeten bis Donnerstag, 2. Mai, bei Christa Nann, E-Mail christa.nann@stuttgart.de, Telefon 216-60231. Für die Zeit der Veranstaltung wird eine Kinderbetreuung angeboten. Die Zahl und das Alter der Kinder sollten bei der Anmeldung angegeben werden.

Das Olgahospital wird noch in diesem Jahr in den Neubau auf dem Areal des Katharinenhospitals umziehen. Das Grundstück umfasst den Baublock zwischen Bismarck-, Hasenberg-, Breitscheid- und Senefelderstraße und hat eine Größe von 16 403 Quadratmetern. Auf diesem Areal können rund 250 Wohnungen, ein Supermarkt (Vollsortimenter), kleinere gewerbliche Einheiten, eine Kindertagesstätte sowie ein Familien- und Nachbarschaftszentrum angesiedelt werden. Darüber hinaus werden öffentliche Freiräume und Grünflächen im Umfang von etwa 4700 Quadratmetern geschaffen, die dem gesamten Stadtbezirk zugute kommen.

Das neue Wohnquartier im Stuttgarter Westen trifft auf großes Interesse in der Bürgerschaft. 2007 wurde hierzu eine Bürgerinitiative gegründet, die seitdem den Planungs- und Beteiligungsprozess mitgestaltet. Im November 2008 hat die Bürgerinitiative "Projektgruppe Olgäle 2012" unter der Schirmherrschaft von Baubürgermeister Matthias Hahn und mit Unterstützung des Bezirksbeirats Stuttgart-West eine Zukunftswerkstatt für ein lebendiges Wohnquartier der Zukunft durchgeführt. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden die Inhalte des Rahmenplans Olga-Areal des Amtes für Stadtplanung und Stadterneuerung und die Vorstellungen der Bürger diskutiert. Rund 140 Personen nahmen teil. Im Oktober 2009 fand der nächste öffentliche Workshop zu "Wohnformen fürs Olgäle-Quartier" statt.

Im weiteren Verlauf wurde in enger Abstimmung mit dem Bezirksbeirat und Vertretern der Projektgruppe Olgäle2012 die Ausschreibung zum offenen Planungswettbewerb Olga-Areal erarbeitet. Der Wettbewerb wurde im Jahr 2011 durchgeführt, 92 Arbeiten wurden eingereicht. Den ersten Preis erhielt die Arbeit des Büros Schüler Architekten, Düsseldorf, in Arbeitsgemeinschaft mit faktorgrün, Freiburg.

In den Jahren 2011/ 2012 lobte die Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen (ARGE) in Partnerschaft mit dem Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg, dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg und dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg den Wettbewerb "So wollen wir wohnen! Generationengerecht -Integriert - Nachhaltig" aus. Beim Städtebaukongress im November 2012 wurden 14 Projekte aus Baden-Württemberg ausgezeichnet. Die Auslober wollten "innovative, allen Generationen dienende Bauprojekte und Konzepte auszeichnen, die in besonderem Maße die Zukunftsfähigkeit der Städte und Gemeinden im Land sichern" (Franz Pesch). Das Engagement der Projektgruppe Olgäle2012 wurde besonders hervorgehoben. Sie erhielt eine Anerkennung in Höhe von 2500 Euro durch die ARGE und den Sonderpreis des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen in Höhe von 7500 Euro.

In dem Bürgerforum soll nun der vorliegende Planungsstand präsentiert und diskutiert werden. Er stellt eine Weiterentwicklung des Wettbewerbsentwurfs dar und bildet die Grundlage für die Aufstellung des Bebauungsplans und die weiteren Planungs- und Vermarktungsschritte. Weitere Punkte auf der Tagesordnung sind das Energiekonzept sowie die sozialen Konzepte.

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