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Jury-Sitzung zum European Award of Excellence "City for Children" 2013

Thema: "Gesunde Ernährung und Bewegung für Kinder und Heranwachsende in der Stadt"

23.04.2013 Internationales
Die Ausschreibung für den European Award of Excellence "City for Children" 2013 zum Thema "Gesunde Ernährung und Bewegung für Kinder und Heranwachsende in der Stadt" ist in den europäischen Großstädten auf große Resonanz gestoßen. Insgesamt reichten 20 Städte aus 14 europäischen Ländern von Gaziantep in der Türkei über Maribor in Slovenien bis Porto in Portugal ihre besten Projekte für den von der Stadt Stuttgart und der Robert Bosch Stiftung sowie dem Netzwerk "Cities for Children" ausgeschriebenen Preis ein.
Die Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit, Isabel Fezer, erklärte nach der Jurysitzung: "Die Möglichkeit allen Kindern und Jugendlichen ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen, ist eines der wichtigsten Ziele der Städte." Dabei spielen gesunde Ernährung und Sport eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund entschied sich das Netzwerk in diesem Jahr zur Ausschreibung dieses wichtigen Themas. So gelingt es, gute, bereits erfolgreich umgesetzte Projekte auszuzeichnen und gleichzeitig bewährte Beispiele präsentieren zu können, die zur Nachahmung anregen. Das macht den Erfolg des Netzwerkes "Cities for Children" aus.

Bewerben konnten sich alle europäischen Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern, die innovative Projekte zum Thema vorzuweisen hatten. Gesucht wurden Konzeptionen, die anderen Städten als Vorbild dienen können und beide Aspekte, die gesunde Ernährung und die Bewegung gleichzeitig behandeln.

Der internationalen Jury gehören Vertreter der Initiatoren und Schirmherren des Netzwerks "Cities for Children" und des Awards an, Ottilie Bälz, Gruppenleiterin Gesellschaft und Kultur der Robert Bosch Stiftung, Isabelle Dirkx vom Ausschuss der Regionen Europas, Alison Cook vom Kongress der Gemeinden und Regionen des Europarates und Christina Dziewanska-Stringer für den Rat der Gemeinden und Regionen Europas sowie die Stuttgarter Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit, Isabel Fezer in Vertretung von Oberbürgermeister Fritz Kuhn. Den Juryvorsitz hatte Dr. Pekka Oja, ein international bekannter Sportwissenschaftler des Forschungsinstituts für Gesundheitsförderung UKK in Tampere in Finnland neben dem vielfach international ausgezeichneten Professor Dr. Berthold Koletzko vom Klinikum der Universität in München, der wiederum die ernährungswissenschaftliche Seite abdeckte.

"Unser Wunsch ist es, ein mehrdimensionales, evidenzbasiertes Projekt auszuzeichnen, das nicht nur das Ziel hat, Bewegung unter Kindern und Heranwachsenden in unseren Städten zu fördern, sondern auch der Inaktiviät entgegenzuwirken. Inaktivität ist heute ein Kernproblem, das nur durch Verhaltensänderungen gelöst werden kann", so Dr. Pekka Oja während der Sitzung.

Die eingereichten Projekte gaben Anlass zu intensiven Beratungen und Diskussionen mit dem Ergebnis, dass von 20 Bewerberstädten folgende vier für die engere Wahl nominiert wurden: Nancy in Frankreich, Lodz in Polen, und Aachen und Gelsenkirchen aus Deutschland. Die Bekanntgabe des Gewinners erfolgt auf der Preisverleihung, die am 13. Mai 2013 im Rahmen der siebten Jahreskonferenz des Netzwerkes "Cities for Children" in Stuttgart stattfindet.

Wichtige Kriterien der Prämierung waren die Übertragbarkeit auf andere Großstädte, die Zielgruppen der Projekte und die erfolgreiche Umsetzung. Gibt es bereits Gesamtkonzeptionen, die sowohl das Ernährungsverhalten als auch die Bewegungsgewohnheiten der Kinder und Jugendlichen nachhaltig beeinflusst? Können durch die Projekte alle Bildungsschichten erreicht werden und wie gelingt es, für das Thema nachhaltig zu sensibilisieren? Diese und noch mehr Fragen galt es für die Jury, der auch wieder zwei Stuttgarter Jugendräte angehörten, zu klären.

Weitere Bewerberstädte waren Basel (Schweiz),Burgas (Bulgarien), Gaziantep (Türkei, Gdynia und Krakau (Polen) Maribor mit zwei Projekten (Slovenien), Matara (Spanien), Namur (Belgien), Pitesti (Rumänien), Porto (Portugal), Riga (Litauen),Tartu (Estland), Zagreb (Kroatien) und aus Deutschland Berlin und Cottbus.

Die Einreichungen für diesen 5. Award of Excellence "City for Children" belegen, wie wichtig es ist, niedrigschwellige Angebote, deren Alltagtauglichkeit bereits dokumentiert wurde, zu veröffentlichen, damit andere Städte durch Nachahmung davon profitieren können. So kann gemeinsam die ganzheitliche Förderung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen der Wohlstandsgesellschaft gesichert werden.

"In diesem Zusammenhang," so Bürgermeisterin Fezer, "müssen die Städte ein Kernziel vor Augen haben: Unseren jungen Mitbürgern und Mitbürgerinnen zu ermöglichen, gesund aufzuwachsen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir Strategien entwickeln, die sowohl eine gesunde Ernährung als auch ausreichende Bewegung für die jungen Mitglieder unserer Gesellschaft fördert."

Die Verleihung des Awards findet im Rahmen der 7. "Cities for Children" Jahreskonferenz am Abend des 13. Mai 2013 im SpOrt Stuttgart statt. Zu dieser Veranstaltung erwartet die Stadt Gäste aus ganz Europa.

Seit der Gründung des Städtenetzwerks durch die Stadt Stuttgart und die Robert Bosch Stiftung im Juni 2007 haben sich 76 Großstädte aus 32 europäischen Ländern diesem angeschlossen, um im Austausch Strategien zu finden, wie das Leben in Städten für Kinder, Jugendliche und Familien verbessert werden kann.

Weitere Informationen zum Netzwerk und zum Award unter www.citiesforchildren.com